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Der Adler weicht der Sonne nicht - Neuhardenberg/Märkisch-Oderland, Schinkel-Kirche
Potsdam, Altes Rathaus Stölln/Havelland, Gutshaus von der Hagen Prenzlau, Dominikanerkloster Nächste Präsentation: Berlin Mitte Museum 4.März - 29. Mai 2005
Dienstag, d. 15. März 2005, 17.30 Uhr Dr. Barbara Kündiger Posaunenengel, Heldenbilder und Mumienporträts Bildwelten der Berliner Garnisonkirche
Dienstag, d. 19. April 2005, 17.30 Uhr Dr. Dieter Weigert Geist und militärische Disziplin Schriftsteller, Wissenschaftler und Künstler in der Berliner Garnisongemeinde
Dienstag, d. 10. Mai 2005, 17.30 Uhr Dr. Barbara Kündiger Vom Trommelschlag zum Glockenklang zur Baugeschichte der Berliner Garnisonkirche Ort der Vorträge: Museum Mitte Eintritt ist frei Boitzenburg/Uckermark 2006 Das Buch zur Ausstellung:
Barbara Kündiger/Dieter Weigert: Das Buch ist für 14, 80 EURO erhältlich: Dokumentation der Ausstellung TEXTE - EXPONATE - QUELLEN - LEIHGEBER Die Alte Berliner Garnisonkirche in der märkischen Landschaft Die ehemalige Berliner Garnisonkirche, feierlich in Anwesenheit von König Friedrich I. am 1. Januar 1703 eingeweiht, war Preußens erste Militärkirche. Der zugehörige Offizierskirchhof im Bezirk Mitte ist der älteste noch bestehende Militärfriedhof Berlins. Beider Anfänge fielen mit der Gründung des preußischen Königreiches zusammen. Die Auflösung Preußens nach dem II. Weltkrieg markierte auch das Ende dieser Begräbnisstätten preußischer Militärs. Die Kirche war im Kriege ausgebombt, die Ruine wurde später abgetragen. Auf dem Kirchhof wurden im Frühjahr 1945 über tausend Opfer der letzten Kämpfe in Massengräbern beigesetzt. I/1 König Friedrich I. in der Ordenstracht des Schwarzen Adlerordens I/2 Detail der mit militärischen Attributen verzierten hölzernen Kanzel der Garnisonkirche, Zeichnung von Johann Friedrich Walther, 1736 I/3 Ehemaliges Garnison-Pfarramt, Anna-Louisa-Karsch-Straße 9. An die hier sichtbare Schmalseite des Gebäudes schloss sich nach einer kleinen Straße die Garnisonkirche an. Die Leere des Platzes ist auch heute noch spürbar, obwohl inzwischen Straßenbahnen die Kreuzung passieren und Fußgänger den Durchgang zum Hackeschen Markt nutzen. I/4 Der erste Bau der Berliner Garnisonkirche von 1703 mit anschließender Schule, kolorierte Zeichnung Johann Friedrich Walthers, 1736 I/5 Friedrich Wilhelm von Grumbkow, Königlich Preußischer Generalfeldmarschall, Domherr zu Brandenburg/ Havel, 1739 in den Grüften der Garnisonkirche beigesetzt; ein kunstvoll gestalteter, vergoldeter Sargdeckel ist in der Dorfkirche zu Rühstedt/Prignitz erhalten. König Friedrich Wilhelm I. hatte 1719 seinem einflussreichen Minister dieses Gutsdorf geschenkt. I/6 Ein kunsthistorisches Kleinod aus der Schinkel-Zeit: Grab des Königlich Preußischen Generals der Artillerie Karl Friedrich von Holtzendorff auf dem Alten Kirchhof der Berliner Garnisongemeinde von 1828. Die Holtzendorffs waren eine weitverzweigte märkische Adelsfamilie, der Vater des hier geehrten Artillerieoffiziers, General Georg Ernst, war 1785 in den Grüften der Berliner Garnisonkirche beigesetzt worden. I/7 Die Krönungsstadt Königsberg. Der nunmehrige König in Preußen Friedrich I., ehemals brandenburgischer Kurfürst Friedrich III., erließ 1701 die Weisung, in Berlin eine dem neuen Status der Residenz angemessene Garnisonkirche zu erbauen IN DER MARK Eine vergessene Kirche Garnisongemeinden sind für märkische Orte, in denen Militär stationiert war, nichts Ungewöhnliches. Wenige aber hatten eine eigene Kirche. In Berlin gehörte zweieinhalb Jahrhunderte die Alte Garnisonkirche zum Stadtbild. Heute sucht man sie jedoch vergeblich sie ist verschwunden. I/10 Ruine der Kirche, 50er Jahre I/11 Traditionsfahnen in der Kirche I/12 Die Berliner Garnisonkirche um 1909. Nachdem 1896 eine zweite evange I/13 Blick auf Berlin im Jahre 1920. Am oberen Bildrand ist die Marienkirche, am unteren Rand der Dom zu erkennen, links sieht man die Garnisonkirche (Nr. 34). Sie stand in der Neuen Friedrichstraße (heute Anna-Louisa-Karsch-Straße/Ecke Spandauer Straße). I/14 Wappen der Garnisongemeinde über einer Tür der Kirche
Miles Perpetuus - 350 Jahre stehendes Heer in der Mark Der Grundstein für die Berliner Garnisonkirche wurde im Jahre 1701 gelegt. Will man ihre Geschichte erzählen, muss man weiter zurückblicken: in die Regierungsjahre Friedrich Wilhelms, des Großen Kurfürsten (1640 - 1688). I/15 Reiterkampf zur Zeit des Großen Kurfürsten, Kupferstich nach J. A. Thelott I/16 Erste dokumentierte Heirats-Einträge von Angehörigen der Berliner Garnison in den Kirchenbüchern der Heiliggeist-Kirche zu Berlin vom April 1673. I/17 Uniformen des stehenden Heeres Brandenburgs unter Kurfürst Friedrich Wilhelm I/18 Die Dynastie der Hohenzollern hatte nach vielen durchschnittlichen Regenten in Friedrich Wilhelm (Kurfürst 1640-1688) einen außerordentlich begabten Fürsten hervorgebracht, der das politisch-wirtschaftliche Ethos des westeuropäischen Calvinismus in den märkischen Sand pflanzte und zum Blühen brachte. I/19 Titelblatt der Akte zum Rezess des Ständetags von 1653 I/20 Zerstörungen und Plünderungen im 30-jährigen Krieg
Uckermärker und die Residenz Der Architekt Friedrich August Stüler in Boitzenburg, die Orgelbauer Johann Michael Röder in Greiffenberg und Joachim Wagner in Angermünde, Prenzlau und Felchow, die Offiziere und späteren Berliner Schriftsteller Carl Andreas von Boguslawski und Julius von Voß im Prenzlauer Infanterie-Regiment des friderizianischen Generals Jakob von Wunsch - herausragende Persönlichkeiten im dichtgeknüpften Netz der kulturellen Beziehungen der Uckermark mit der Königlich Preußischen Residenz Berlin. I/29 Wagner-Orgel in der evangelischen Marienkirche zu Angermünde I/30 Teil des Prospekts der Wagner-Orgel in Angermünde paukeschlagender Engel I/31 Kaserne des Regiments von Wunsch in Prenzlau I/32 Schloss Boitzenburg, Kupferstich von Matthäus Merian, 1652 I/33 Heiliggeist-Kirche in Angermünde, die Kirche der Hugenotten I/34 Wagner-Orgel in Felchow bei Angermünde, stark restaurierungsbedürftig I/35 Röder-Orgel aus dem Jahre 1742 in Greiffenberg/ Uckermark I/36 Grabkreuz Jeannette von Stülpnagel auf dem Berliner Offizierskirchhof an der Linienstraße
An den Ufern von Oder und Spree Fontanes Ruhmesliste des märkischen Adels von den Ländereien zwischen Oder und Spree die Wulffens, die Prittwitze, die Lestwitze, die Finckensteins, die Pfuels und die Marwitze findet sich auch in den Totenbüchern der Berliner Gar I/37 Neuhardenberg/Quilitz, Ansicht vom Friedhofsweg nach Süden in Richtung auf das noch nicht ausgebaute Schloss, um 1821, links der Turm der Kirche I/38 Johann Georg von Lestwitz, beigesetzt in der Berliner Garnisonkirche am 29. Juli 1767 I/39 Christian Ludwig von Pfuel, beigesetzt am 28. November 1756 in der Berliner Garnisonkirche I/40 Wappen des Trägers des Schwarzen Adlerordens Johann Georg von Lestwitz, verliehen im September 1754 durch König Friedrich II. I/41 Friedhofsanlage in Kunersdorf im Oderbruch, Beisetzungsstätte der Familien von Lestwitz und von Itzenplitz, geschaffen durch Berliner Bildhauer wie Johann Gottfried von Schadow, Christian Daniel Rauch und Christian Friedrich Tieck. I/41a Friedhofsanlage Kunersdorf, Detail, Grabmal für General Hans Sigismund von Lestwitz (1718-1788), geschaffen von Johann Gottfried von Schadow I/42 Wagner-Orgel der Nikolaikirche in Bad Freienwalde I/43 Das Jagdschloss in Fürstenwalde von 1699/1700, auf einer Postkarte um 1914. I/44 Dieses Schloss, heute immer noch dem Verfall preisgegeben, ist ein Werk des Architekten Martin Grünberg, bekannt als Erbauer der ersten Berliner Garnisonkirche I/45 Schloss Steinhöfel bei Fürstenwalde nach der Restaurierung I/46 Reichsgraf Albrecht Konrad Finck von Finckenstein, Generalfeldmarschall, beigesetzt im Dezember 1735 in der Berliner Garnisonkirche I/47 Wappen des Trägers des Schwarzen Adlerordens Reichsgraf Albrecht Konrad Reinhold Finck von Finckenstein, verliehen 1724. Er war der letzte Ritter des Ordens, der im Ornat beigesetzt wurde I/48 Schloss Alt-Madlitz, Hauptsitz der Grafen Finck von Finckenstein in der Mark Brandenburg Berlin und Potsdam zwei preußische Residenzen Zwei preußische Residenzen, zwei Garnisonkirchen vielfältige kulturelle, militärische und familiäre Beziehungen prägten das Verhältnis zwischen Potsdam und Berlin. Exemplarisch: Im Potsdamer Garderegiment des Königs diente ab 1797 Otto August Rühle von Lilienstern aus Königsberg/ Prignitz zusammen mit den Freunden Heinrich von Kleist aus Frankfurt/Oder und Ernst von Pfuel aus Jahnsfelde. Rühle von Lilienstern, wissenschaftlich und praktisch universell begabt, war später Chef des preußischen Generalstabs in Berlin, Kleist, unruhig drängend, ein führender deutscher Dramatiker, und Pfuel, einer der großen Reformer der Armee und im Revolutionsjahr 1848 liberaler preußischer Ministerpräsident. I/49 Die Garnisonkirche Potsdam, erbaut von Philipp Gerlach, nach einer Postkarte I/50 Potsdam, Schloss, dahinter der Turm der Garnisonkirche, nach einer Postkarte I/51 General Ernst von Pfuel I/52 Wappen der evangelischen Garnisongemeinden Berlin und Potsdam I/53 Alte Nikolaikirche in Potsdam aus den Jahren 1721-24, erbaut von Philipp Gerlach, mit der Portalfassade von Knobelsdorff. Die Röder-Orgel aus der zerstörten Berliner Garnisonkirche wurde 1724 in diese Kirche eingebaut. Rechts das alte Rathaus I/54 General Otto August Rühle von Lilienstern, beigesetzt vermutlich auf dem Offizierskirchhof an der Linienstraße oder aufgrund anderer Quellen möglicherweise in Salzburg, Porträt von Wilhelm Hensel. Das Porträt muss nach 1829 entstanden sein, da es den Generalleutnant als Träger des Roten Adlerordens zeigt. I/55 Der Schriftsteller Heinrich von Kleist, zwischen 1792 und 1799 Leutnant im Potsdamer Garderegiment
Im Havelland Ein Geben und Nehmen prägte die Beziehung der königlichen Residenz Berlin zum Havelland. Ausgeglichen war es nicht die Residenz nahm mehr als sie gab. Das Havelland schickte Bauernsöhne als Kanoniere und Grenadiere in die Regimenter der Berliner Garnison, schickte Junkersöhne als Offiziere und Beamte in die Residenz. I/56 Ritter des Schwarzen Adlerordens Generalfeldmarschall Hans Heinrich Graf von Katte aus dem Havelland. Als Schwiegersohn des Reichsgrafen Alexander Hermann von Wartensleben wurde er in der Familiengruft der Wartenslebens in der Berliner Garnisonkirche beigesetzt. I/57 Wappen des Schwarzen Adlerordens für den Generalfeldmarschall von Katte I/58 Eintrag in den Militärkirchenbüchern zur Beisetzung des Generalfeldmarschalls von Katte (Nr. 815) und eines Majors von Hagen (Nr. 814) im Jahre 1741 in den Grüften der Garnisonkirche. Graf Hans Heinrich war der Vater von Leutnant Hans Hermann von Katte, Freund des Kronprinzen Friedrich, hingerichtet 1730 in Küstrin wegen Hochverrats. Bei Eintrag Nr. 814 handelte es sich nach Auskunft der Familie um den Major im Infanterie-Regiment von Glasenapp Joachim Friedrich von der Hagen (1697-1741). Auffallend ist, dass 1741 wie in manchen anderen Jahren der Eintrag der Gruftbeisetzungen durch den Garnisonpfarrer erst am Ende des Jahres erfolgte. I/59 Schloss der Familie von Katte in Roskow I/60 Wagner-Orgel im Dom zu Brandenburg/Havel I/61 Grabmal des Ehrenbürgers der Stadt Berlin Friedrich de la Motte Fouqué auf dem Offizierskirchhof der Berliner Garnison an der Linienstraße I/62 Dorfkirche in Stölln/Havelland, dem Gutsdorf der Familie von der Hagen I/63 Foto der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Wagner-Orgel in der Nikolaikirche von Spandau an der Havel, gebaut in den Jahren 1733/34 I/64 Wappen des Trägers des Schwarzen Adlerordens General Heinrich August de la Motte Fouqué, Domherr zu Brandenburg/Havel, Großvater des Dichters Friedrich de la Motte Fouqué I/65 Königlich Preußischer Rittmeister und Dichter Friedrich de la Motte Fouqué, Zeichnung von Caroline Bardua BAUTEN UND UMBAUTEN Eine Kirchgemeinde ohne Kirche In Berlin, dem bald größten Militärstandort Brandenburgs, wurden ab 1655 Garnisonpfarrer ernannt und damit die „Gemeinde so zum Regiment gehörig“ ins Leben gerufen. Der erste Prediger in diesem Amt war David Hanisius. Er stammte aus Paplitz bei Baruth, hatte in Königsberg studiert und im lutherischen Wittenberg als Pfarrer gewirkt. Später war er Garnisonprediger und Feldsuperintendent beim Dänenkönig Friedrich III. gewesen. II/1 Die Heiliggeistkapelle 1887, Foto Albert Schwarz II/2 Orgel und Deckengewölbe der Heiliggeistkapelle 1887, Foto Albert Schwarz II/3 Kanzel der Heiliggeistkapelle 1887, Foto Albert Schwarz. Nach dem Willen Friedrich Wilhelms sollte der Gottesdienst morgens und abends abgehalten werden, „damit die wahre Gottesfurcht in des Kriegs Leute Herzen eingepflanzet werde. Auch verfügte er, dass „kein Priester bey Verlust eines Monats Sold/ der den Armen verfallen seyn sol/ ohne erhebliche Ursachen denselben versäumen/ und kein Soldat/ bey Vermeidung der Straffe des Halss Eisens vorn Gottesdienst wegbleiben“ darf. II/4 Die Gegend um das Spandauer Tor vor dem Bau der Garnisonkirche um 1700, Kupferstich von G. P. Busch nach einer Zeichnung von Johann Friedrich Walther in der gedruckten Ausgabe der „Historischen Nachricht ...“ von 1737 II/5 In Berlin gab es schon um das Jahr 1670 die „Kirchenparaden“. Man führte die Regimenter jeden Vormittag zum Gottesdienst auf den Lindenhof des Heiliggeist-Hospitals, zur „Waldkirche mit Sitzplätzen im Grünen, mit Kanzel und Altar“, wo ohne Rücksicht auf Jahreszeit und Wetter gepredigt wurde (Georg Goens, 1897). II/6 Schreiben des Kurfürsten Friedrich III. an das Consistorium zu Kölln an der Spree, 1691. Schrittweise wurde durch die Landesherren auch das Unterstellungsverhältnis der Feld- und Garnisonprediger geklärt. Noch 1691 hatte Kurfürst Friedrich III. bekräftigt, dass Garnisonprediger Christoph Nagel dem Kirchenkonsistorium zu Kölln unterstehe. 1692 setzte er als oberste militärkirchliche Behörde das Kriegskonsistorium ein. Somit unterstanden die Feldprediger dem Kriegskonsistorium (und ab 1717 dem Feldpropst) auf der einen und ihrem Regimentschef bzw. dem Gouverneur als militärische Vorgesetzte auf der II/7 Das Viertel um das Heiliggeist-Hospital vor 1720, Johann Friedrich Walther, kolorierte Zeichnung
Die erste Garnisonkirche der Mark Brandenburg Der Berliner Garnisongemeinde wurde die Kapelle des Heiliggeist-Hospitals bald zu eng. Die Soldaten und Offiziere schickte man nun allerdings nicht in die anderen Pfarrkirchen der Stadt, sondern sie erhielten eine eigene, nur für sie bestimmte Kirche. II/8 Die Berliner Garnisonkirche von 1703, nach einem Kupferstich von Schleuen II/9 Im Jahre 1704 zeichnete Christoph Pitzler Details der Kirche und schuf damit die einzigen bekannten Darstellungen vom Innern der Garnisonkirche. Zu sehen sind die Decke, die Kanzel und der Altar. Daneben skizzierte Pitzler den Grundriss, eine Perspektivansicht der Kirche und eines der 11 Portale. II/10 Der 1717 angefertigte Plan von Anna Maria Werner zeigt die Garnisonkirche (Nr. 10) inmitten des Ensembles der Kirchtürme der Residenz Berlin. II/11 Auf diesem Stadtplan von 1712 (J. A. C. Roeselfeld) sind Lage und kreuzförmiger Grundriss der Garnisonkirche deutlich zu erkennen. Die Kirche erhielt ihren Standort am Ende der Spandauer Straße, auf dem Gelände der Bastion Nr. XII (oben Mitte). Sie war damit zwar am Rande der Stadt, unmittelbar an den Befestigungsanlagen gebaut, aber immer noch zentral, sehr nah am Schloss gelegen. II/12 Ein anschauliches Bild der Kirche gibt dieser Ausschnitt des Kupferstichs von Schleuen. Zu beachten sind die aufstrebenden Fenster, die wahrscheinlich in zeitgenössischen Beschreibungen für die Bezeichnung „gotisierend“ als Charakterisierung für den Kirchenbau ausschlaggebend waren II/13 Die Berliner Garnisonkirche von 1703, die erste der Mark Brandenburg, kolorierte Zeichnung von Johann Friedrich Walther im Jahre 1736 II/13a Bericht Johann Friedrich Walthers über die Entscheidung für den Bau der Garnisonkirche im Jahr 1701, „Historische Nachricht ...“, S. 17/18 II/14 Teilansicht des Taufsteins aus der ersten Garnisonkirche II/15 Grundriss der ersten Kirche und angeschlossener Schule; in der Mitte des Raumes der Taufstein, gezeichnet von Johannes Friedrich Walther 1736, koloriert Martin Grünberg und seine Bauten Der Entwurf für die Garnisonkirche stammte vom Hofbaumeister Martin Grünberg (1655-1706). Dieser hatte mit Johann Arnold Nering einen berühmten Vorgänger, mit Philipp Gerlach einen nicht minder bekannten Nachfolger. Er selbst scheint vergessen, obwohl von ihm bedeutende Berliner Kirchen stammen und er an nahezu allen großen Bauvorhaben seiner Zeit mitwirkte: am Zeughaus, am Jagdschloss Grunewald, am Großen Friedrichshospital und am Weiterbau des Charlottenburger Schlosses. II/16 Grünbergs erster Kirchenbau, die Johanniskirche in Dessau, zeigt deutlich den Einfluss niederländischer Vorbilder. Die Kirche wurde während des II. Weltkrieges zerstört und bis 1955 in leicht veränderter Form wieder aufgebaut. II/17 Die Berliner Sebastianskirche (später Luisenstädtische Kirche) wurde 1694/95 erbaut. Auf einem kreuzförmigen Grundriss erhob sich ein Fachwerkbau, der allerdings 1751 schon wieder abgerissen wurde. II/18 Der Entwurf der Parochialkirche stammte von Martin Grünberg. Er hatte dazu einen bereits vorliegenden Entwurf von Johann Arnold Nering vereinfacht. Der hohe Turm an der Klosterstraße, der das Gebäude bis zur Zerstörung während des II. Weltkrieges prägte, wurde von Jean de Bodt entworfen und von Philipp Gerlach ausgeführt. II/ 19 Gebäude des alten Marstalls in der Dorotheenstadt mit der von Grünberg gebauten Sternwarte der Akademie der Wissenschaften II/20 Friedrichswerdersche Kirche. Ehemaliges kurfürstliches Reithaus, durch M. Grünberg umgebaut zur Doppelkirche für die deutsche und französische reformierte Gemeinde. II/21 1701 wurde nach Entwürfen Grünbergs mit dem Bau der Friedrichstädtischen (der Neuen oder auch Deutschen Kirche) begonnen, die heute - nach dem Wiederaufbau des kriegszerstörten Gebäudes - Teil des Ensembles auf dem Gendarmenmarkt ist. Wesentliche Veränderungen erfuhr die Kirche durch den von Friedrich II. befohlenen Anbau des Kuppelturmes (1780 - 1785) und durch eine neobarocke Umgestaltung im 19. Jahrhundert, so dass lediglich äußerer Umriss und Grundriss erhalten blieben. II/22 Musterentwürfe von Martin Grünberg für Bürgerhäuser
Die Alten Garnisonkirchhöfe Die Alten Berliner Garnisonkirchhöfe entstanden zwischen 1701 und 1706 mit der Erhebung Berlins zur Königlich Preußischen Residenz, zu Beginn der planmäßigen Anlage der Spandauer Vorstadt nördlich der Spree außerhalb der alten Stadt II/23 Straßenbezeichnungen heute. Das Gelände des ehemaligen Gemeinen III/24 Grabanlage des Kgl. Bauadjutanten Johann Friedrich Friedel und seiner Söhne auf dem Offizierskirchhof, zwischen 1787 und 1794 II/25 Eines der schönsten Grabdenkmale auf dem Offizierskirchhof aus dem 19. Jahrhundert Zinkgussstele für General von Tippelskirch II/26 Grabmal für Franz von Barfuß, 1796. Heute nicht mehr vorhandene Grabinschriften: „Es ist ein Leben über dem Grabe, und in ihm eine unzertrennliche Wiedervereinigung treuer, liebender Seelen“ und „Unzerstörbarer, als dieses Denkmal, ist ihm das in seiner Gattin Herz“. II/27 Die Garnisonfriedhöfe am Rosenthaler Tor auf der Karte von G. Dusableau aus dem Jahre 1723 II/28 Die Garnisonfriedhöfe am „Rosenthalischen Tor“ auf der Karte Johann Friedrich Walthers aus dem Jahre 1737 (unten links). Zu erkennen sind die Marienkirche (oben links), darunter die Garnisonkirche und die Sophienkirche II/29 Johann Friedrich Walther in seiner Beschreibung der Geschichte der Berliner Garnisonkirche über die Anlage der Garnisonfriedhöfe II/30 Straßenbezeichnungen im 18. Jahrhundert II/31 Urne von einem verschollenen Grabmal in Berlin, vermutlich vom Garnisonfriedhof. Um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert waren Schmuckurnen als Teil von Grabplastiken verbreitet. II/32 Urne von einem ebenfalls verschollenen Grabmal in Berlin
Zerstörung der ersten Kirche Die Berliner Garnisonkirche hatte in den ersten beiden Jahrzehnten ihres Be II/33 Der alte Pulverturm in einer kolorierten Zeichnung von Johann Friedrich Walther. Die gepunkteten Linien stellen den Umkreis der herumfliegenden Trümmer dar. II/34 12. August 1720, Liste der Opfer aus der evangelischen Garnisongemeinde in den Militärkirchenbüchern. II/35 Reste des Pulverturmes, 1960 im Keller eines Gebäudes der Spandauer Straße fotografiert. II/36 Im Juli 1995 wurden bei Bauarbeiten in der Spandauer Straße Reste des Pulverturmes entdeckt, die bis zu 8 m tief in die Erde reichten. Auf dem Boden des Fundamentes fand man Skelette, die darauf schließen lassen, dass der Turm im Mittelalter als Hungerverlies genutzt wurde. II/37 Zwei Bußpredigten des Garnisonpfarrers Lambertus Gedicke in der Garnisonkirche anlässlich der Pulverturm-Explosion vom 12. August 1720 II/37a Bericht eines Augenzeugen, des Kantors an der Garnisonkirche Johann Woltersdorf, über die Explosion des Pulverturms und die Zerstörung von Kirche und Garnisonschule am 12. August 1720 II/38 Predigt des Hallenser Professors und Pastors zu St. Ulrich, August Hermann Francke, in der Berliner Garnisonkirche, 1719 II/39 August Hermann Francke (1663-1727), Gründer der Franckeschen Stiftungen in Halle/Saale
Die zweite Kirche ohne Turm und ohne Glocken Schon unmittelbar nach Zerstörung der Kirche entstand der Plan des Wieder II/41 Die Kirche wurde am Sonntag, den 31. Mai 1722 eingeweiht, Ansicht, gezeichnet von Johann Friedrich Walther, koloriert II/42 Von Johann Friedrich Walther gezeichneter Grundriss, in den er den Grundriss der ersten Kirche einfügt. Die Seitenlänge der ersten Kirche ergibt die Breite des zweiten Kirchenbaus II/43 Schnitt der neuen Kirche, gezeichnet und koloriert von Johann Friedrich Walther II/45 Um den Kirchenbau zu finanzieren, wurden auch die Beamten des Landes zur Kasse gebeten. Ein Kammerdiener hatte 8 bis 20 Taler, ein Kammerherr 30 Taler und ein Wirklicher Geheimer Rat 100 Taler zu zahlen. Unter den Geheimen „Würcklichen Etat-Räthen“ auch von Creutz, der spätere Schwiegervater des Generaladjutanten von Hacke II/46 Der Außenbau war nur sparsam mit dekorativem Schmuck versehen. Am auffälligsten waren die Initialen Friedrich Wilhelm I., die am Giebel prangten, und die gleichartigen Medaillons über den 8 Eingangstüren.
Die Kirche 1806 - 1815 Preußens verheerende Niederlage bei Jena und Auerstedt 1806 schlug unmittelbar auch auf die Berliner Garnisonkirche zurück. Nach Napoleons Einzug in Berlin Ende Oktober 1806 wurde die Kirche zu einem Heu- und Branntweinmagazin zweck II/47 Die Garnisonkirche und ihre Umgebung um 1800 II/48 Napoleon am Sarg Friedrichs des Großen in der Gruft der königlichen Hof- und Garnisonkirche zu Potsdam. Für diese Kirche ordnete er ausdrücklich an, sie nicht zu militärischen Zwecken durch die französische Armee zu nutzen. Aquatinta von Johann Friedrich Arnold nach einer Zeichnung von Heinrich Anton Dähling, 1806. II/49 Franzosen in Schöneberg, nach einer Postkarte II/50 Sophie Dorothea Friederike Krüger (1789 -1848), bekannt geworden als Auguste Friederike Krüger. Reproduktion nach einem Medaillon II/51 Die Verleihung des Eisernen Kreuzes an Friederike Krüger im Felde, Stich II/52 Erbeutete französische Fahnen, die General Blücher 1814 aus Paris als Ersatz für die verschwundenen Feldzeichen aus der friderizianischen Zeit mitge
Umbauten im 19. Jahrhundert Ab 1815 begann für die Kirche ein Jahrhundert baulicher Veränderungen. Nach den Umbauten von 1817, 1863 und 1900 präsentierte sich die Kirche ihrem Besucher jeweils in neuem Antlitz. Unmittelbar im Gefolge der napoleonischen Kriege war sie im Stile des Schinkelschen Klassizismus gestaltet und durch ein kostbares Ge II/53 Die Zeichnung zeigt den königlichen Vorschlag für die Hängung des Bildes “Christus vor Pilatus”. Im Gegensatz zu Schinkel plädierte Friedrich Wilhelm III. für das Belassen der Fenster C und E und lediglich für eine Holzverkleidung des Fensters D. Die Majestät gewährte 6.000 Taler aus der königlichen Schatulle. II/54 Erst mit dem Umbau von 1899/1900 hatte die Kirche einen Turm erhalten, Aufnahme 1936. II/55 Altar Stülers, Aufnahme um 1936 II/56 Stülers Altartisch, seit 1998 im Lapidarium auf dem Offizierskirchhof II/57 Bei Ausschachtungsarbeiten 1998 gefundene Säule des Stülerschen Altartisches II/58 Wilhelm Hensels „Christus vor Pilatus“, im Jahre 1834 der Berliner Garnisonkirche durch König Friedrich Wilhelm IV. geschenkt II/58a Ehefrau Fanny und Sohn Sebastian Hensel, die dem Maler Modell für das Bild „Christus vor Pilatus“ standen II/59 Ziborium-Altar mit „Christus am Ölberg“ von Karl Begas aus dem Jahre 1818, gestiftet von König Friedrich Wilhelm III. Theodor Fontane: „Wilhelm Hensel gehörte ganz zu jener Gruppe märkischer Männer, an deren Spitze, als ausgeprägteste Type, der alte Schadow stand. Naturen, die man als doppellebig, als eine Verquickung von Derbheit und Schön
1908 Ein Kurzschluss in der Orgel Das Innere der Kirche wurde im 19. Jahrhundert mehrfach renoviert. Trotzdem konnte Prediger Emil Frommel auf die Frage Wilhelm II. nach dem Baustil diesen als „reinen unverfälschten Stall- und Scheunenstil“ bezeichnen. Der so empfunden Armut abzuhelfen, wurde die Kirche 1899 durch Wieczorek und Wutsdorff ver II/59a Die ausgebrannte Kirche, Zeichnung, Morgenpost 15.4.1908 II/60 Die Kirche in Flammen, Postkarte II/61 Innenansicht: Der Altar nach dem Brand. Oben links: Kronprinz Wilhelm am 14. April 1908 auf dem Weg zur Brandstätte. II/62 Das Foto zeigt den Zustand der Orgel nach der Rekonstruktion 1909 II/63 Außenansicht der Kirche nach ihrem Wiederaufbau 1909, Straßenfront Neue Friedrichstraße. II/64 Gedenktafel für einen beim Wiederaufbau nach dem Brand verunglückten Maurergesellen
Das Ende Der Bau der Alten Berliner Garnisonkirche überlebte den Zusammenbruch des Kaiserreiches, die Weimarer Republik und die dreißiger Jahre. Die Kirche hatte nun keinen kaiserlichen Patron mehr, fand aber nach 1936 in der Wehrmacht einen neuen Herrn, betrachtete jene sich doch als rechtmäßigen Nachfolger, da das Vermögen der einstigen königlichen Stiftung nicht nur aus Schenkungen Friedrich Wilhelms I., sondern auch aus Spenden von Heeresangehörigen erwachsen war. II/65 Die Garnisonkirche im Straßenbild der dreißiger Jahre II/66 Erich Schlegel, 1919 bis 1933 Feldpropst der Armee und der Marine, zugleich Mitglied des Garnison-Kirchen-Kollegiums. II/67 Feldmarschall v. Hindenburg und die Reichswehrgeneralität in der Garnisonkirche, 30er Jahre. II/68 Das Innere der Kirche, Blick zum Altarbild „Christus“, Anton von Werner, 1909 II/69 Eine der zerstörten Türen II/70 Ruinenreste der Kirche und des Kirchturms in den 50er Jahren II/71 Die Kirche soll nicht abgerissen werden. Schreiben des Stadtbaudirektors an das Stadtbauamt Mitte vom 21. November 1960. Das kriegsbeschädigte Gebäude sollte zunächst erhalten bleiben. 1953 wurde die Eisen-Dachkonstruktion aus Sicherheitsgründen abgebaut, Ende der fünfziger Jahre Kostenanschläge für ein neues Dach eingeholt. Die Kirche war aber immer Staatseigentum, so dass sich mit dem Wiederaufbau die Frage einer neuen Nutzung stellte, da auch die Berliner Gemeinden keinen Bedarf an einer weiteren Gottesdienststätte in der Innenstadt hatten. So existierten wohl Überlegungen, hier eine Turnhalle für die Humboldt-Universität einzurichten. Dazu aber kam es nicht, 1962 erfolgte der Abriss. Über das ehemalige Kirchengrundstück führt heute die zum Hackeschen Markt verlängerte Spandauer Straße und die Straßenbahn. Das Pfarrhaus neben der Kirche ist erhalten (Anna-Louisa-Karsch-Straße 9) mit einer Gedenktafel an Emil Frommel II/72 Fassade der zerstörten Kirche unmittelbar vor dem Abriss II/73 Teil der Kirchenruine
BILDER, TÖNE, KARTEN Ausstattung der Kirche Im Innern war die Berliner Garnisonkirche schlicht gehalten. In der Mitte der Raumes befand sich ein einfacher Tischaltar, an der nördlichen Langseite die Kanzel, ihr gegenüber, an der Eingangsseite, die königliche Loge und auf der westlichen Empore die Orgel. III/1 Das Kirchengestühl und die Emporen boten 3.000 bis 4.000 Personen Platz zur Teilnahme am Gottesdienst. Zeichnung aus der Morgenpost vom 14. Dezember 1924 III/2 „Die Canzel ist sehr schön von Eichenholtz erbauet, mit feiner weissen Oelfarbe stafiret, die Sonne und andere Zierrathen aber sind schön verguldet.“ (G.G. Küster, 1752) Bei der Barockkanzel verband sich militärisches mit religiösem Dekor. Der Fuß war wie eine Trophäe mit Helm gearbeitet. Am Kanzelkorb fanden sich fünf Reliefs mit Darstellungen aus der biblischen Mythologie: David und Goliath, Tötung des Holofernes, Simson den Löwen zerreißend, Christus mit Nicodemus und Verklärung auf dem Berg Tabor. III/3 Von Friedrich II. gestifteter Kelch III/4 Opfertruhe der Berliner Garnisonkirche III/5 Taufstein aus der ersten Kirche: Das aus dem Sandstein geschlagene Bildwerk unterstützt die Tektonik des sich nach oben verjüngenden und wieder ausweitenden Schaftes, verleiht dem Werk Spannung und Dynamik. So betonen die am unteren Teil des Schaftes ausschwingenden Voluten das Lagern des Steins und die vier vorkragenden Engelsköpfchen die Ecken der Kesselzone. Rosengirlanden vermitteln vom stilisierten, kräftigen Laub der Voluten zu den pausbäckigen Engelsköpfchen mit dicken Locken und plustrigem Gefieder, deren Flügel die Ecken bis zur Mitte der Seitenflächen umfassen III/6 Altarbild Anton von Werners III/7 Auch auf dieser historischen Postkarte sind die Emporen sehr gut erkennbar III/8 Silberne Oblatendose, der Garnisongemeinde geschenkt durch General Daniel von Tettau, heute im Besitz der St. Petri-Gemeinde Berlin. Ursprünglich hatte Tettau der Garnisonkirche 1706 eine Kommunionkanne und 1708 zwei “besonders zierlich verfertigte silberne Altarleuchter” geschenkt. Aus diesen Gegenständen wurden 1722 eine neue Kommunionkanne, zwei Kelche und eine silberne Oblatendose hergestellt.
In den Grüften Schon im ersten Jahrzehnt des Bestehens der Kirche fanden einzelne Bei III/9 Adolph Menzel, Gruft unter der Garnisonkirche, Bleistiftzeichnung. III/10 Erinnerungstafel an die im Jahre 1703 in der Kirchengruft beigesetzte Salome Katharina Lautherien III/11 und III/12 Die Grüfte unter der Garnisonkirche in den dreißiger Jahren III/13 und 13a Gebührentaxen der Garnisonkirche für Leichen, um 1818. Die Gebühren wurden für Beisetzungen in der Gruft sowie auf den beiden Garnisonfriedhöfen an der Linienstraße erhoben. III/14 Leichenpredigt des Garnisonpfarrers Lambertus Gedicke für die Ehefrau des Obersten und späteren Generalfeldmarschalls von Kalckstein im Januar 1729 III/15 Generalfeldmarschall Christoph Wilhelm von Kalckstein, beigesetzt in den Grüften am 4. Juni 1759 III/16 Adolph Menzel, Sarg des Feldmarschalls von Kalkstein, Bleistift-Studie III/17 General Georg Ernst von Holtzendorff, Vater des späteren Generals Karl Friedrich von Holtzendorff, dem Karl Friedrich Schinkel und Friedrich Tieck 1829 auf dem Kirchhof an der Linienstraße ein kunsthistorisch wertvolles Grabmal setzten. III/18 Daniel Chodowiecki, Vignette zu Holtzendorffs Genesung. Der Untertitel der Radierung bezieht sich eindeutig auf den General G. E. von Holtzendorff: „Die Genesung ihres verehrenswürdigsten Befehlshabers Herrn General-Majors von Holtzendorff aus ehrfuchtsvoller Freude und Ergebenheit gewidmet von den sämmtlichen Officiers des Königlichen Artilleriecorps Berlin MDCCLXXXV“
Ein Hofmaler als Mumienzeichner Der Maler Adolph Menzel sollte viele Jahre nach der “Friedericiana“-Periode in seinem künstlerischen Schaffen unverhofft Gelegenheit bekommen, einige Helden aus der Zeit Friedrichs des Großen persönlich zu Angesicht zu bekommen. Im Jahre 1873 öffnete der Kirchenvorstand in Menzels Anwesenheit viele der über 800 Särge in der Gruft zur Feststellung der Namen. In einem Sarg wurde ein preußischer Feldmarschall vollkommen konserviert vorgefunden, mit Haupthaar sowie dem Schwarzen Adlerorden auf der Brust. Menzel sagte sofort: „Das ist Keith, den erkenne ich an der Ähnlichkeit!“ Mehrfach muss der Künstler in jenem Jahr die Kellertreppe, die von der Seite der Predigerhäuser zum Gewölbe führte, hinab gestiegen sein. An den geöffneten Särgen der Helden des Siebenjährigen Krieges fertigte er Bleistift-Studien von Leichen und Uniformen, die sich in der Gruft über mehr als ein Jahrhundert zum Teil völlig erhalten hatten. III/19 Adolph Menzel, Leiche des Feldmarschalls James von Keith, Bleistift. Menzel hat die friderizianische Epoche in Gemälden und Holzstichen vielfach dargestellt. Entsprechend seinen realistischen Ansprüchen bemühte er sich nicht nur bei Uniformen, Kostümen und Interieur um eine getreue Wiedergabe. III/20 Adolph Menzels Bemerkungen auf dieser Bleistiftzeichnung: „Garnison Gruft, geöffnet 1873. Auf dem Sargdeckel nur die Buchstaben ‚G D v G. 1794’“. Recherchen in den Militärkirchenbüchern ergaben die Identität jenes Offiziers: George Dietrich von der Groeben, 1725-1794, Generalleutnant, Chef des Militärdepartements des Generaldirektoriums, beigesetzt in den Grüften am 11. Juli 1794 III/21 Adolph Menzel (1815-1905) in seinem Atelier. Mit 400 Federzeichnungen für Franz Kuglers „Geschichte Friedrichs des Großen“ begründete Adolph Menzel 1842 seinen Ruf als Historienmaler. III/22 Der Kaiser und Menzel betrachten dessen Gemälde „Die Schlacht bei Zorndorf“. Nach einer Postkarte III/23 Adolph Menzel, Bleistift-Studie aus der Gruft der Garnisonkirche. Die Person ist nicht zu identifizieren, zu beachten unten links die Datierung III/24 Das Thema Garnisonkirche hatte Adolph Menzel schon immer beschäftigt: so in den 1842 erschienenen Illustrationen zu Franz Kuglers „Geschichte Friedrichs des Grossen“ - Feierliches Hereintragen der im Zweiten Schlesischen Kriege gegen Österreich erbeuteten Fahnen in die Berliner Garnisonkirche, nach den Schlachten von Hohenfriedberg und Soor vom 8. November 1745 III/25 Adolph Menzel, Generalsleiche in der Garnisongruft, Bleistiftzeichnung. Nach Menzels Notizen unten rechts wahrscheinlich Generalfeldmarschall Friedrich Heinrich Ferdinand Graf Kleist von Nollendorf (1772-1823), Träger des schwarzen und des roten Adlerordens sowie des Eisernen Kreuzes und des Ordens Pour le mérite. Die Kartographen Samuel von Schmettau und Neander von Petersheiden Die Kartographie war im 18. Jahrhundert eine außerordentlich bedeutsame Kunst und Wissenschaft. Johann Friedrich Walther, der Organist, Zeichner und Lehrer an der Garnisonschule, war einer der Großen in diesem Metier. Neben Schleuen und Dusableau spielten dann vor allem der Generalfeldmarschall Samuel von Schmettau und später sein Sohn Friedrich Wilhelm Karl eine entscheidende Rolle für die Kartographie in Preußen. III/26 Samuel von Schmettau (1684-1751), beigesetzt in den Grüften der Berliner Garnisonkirche. Als Artillerieoffizier und Festungsbauer an den dänischen, holländischen, sächsischen und österreichischen Höfen. Seit 1740 war er in preußischen Diensten und neben der Tätigkeit als Kartograph vor allem auf diplomatischer Ebene wirksam sowie ab 1743 auch Kurator der Berliner Akademie der Wissenschaften III/26a Eintrag in den Militärkirchenbüchern zur Beisetzung des General III/27 Plan de la ville de Berlin levé et definé par Ordre et ... du Roi ... le comte de Schmettau 1749 III/28 Detail aus dem Plan von Berlin 1748, Samuel von Schmettaus mit Platz der Garnisonkirche, unten Mitte III/29 Kartusche des Plans von Berlin, Samuel von Schmettau 1748 III/30 Wappen des Trägers des Schwarzen Adlerordens Generalfeldmarschall Reichsgraf Samuel von Schmettau, Januar 1742 III/31 Ruine der Pyramide, die sich Graf Friedrich Wilhelm Carl von Schmettau, Sohn des Grafen Samuel von Schmettau, 1784 im Garten des Schlosses Garzau errichten ließ III/32 „Vue à Gartzau“, Kupferstich, koloriert, P. Haas, um 1780. Schloss und Park von Garzau waren im Besitz des Sohnes des Feldmarschalls Samuel von Schmettau, Friedrich Wilhelm Karl Graf von Schmettau (1743-1806) III/32a Schloss Garzau heute - verfallen, vom Eigentümer (Land Berlin) zum Verkauf angeboten III/33 Alter Hofkirchhof in Weimar, Gedenkstein für den Kartographen Friedrich Wilhelm Karl Graf von Schmettau, gestorben am 18. Oktober 1806 an den in der Schlacht bei Auerstedt erlittenen Verletzungen III/34 Karl von Neander, „Karte und Übersicht Der ganzen Operation am Obern Rheinstrohm Im Jahr 1793“ III/35 Karl von Neander, „Stellungen der Armee des General von Möllendorf im Jahr 1794“ III/36 Karl von Neander von Petersheiden, Der Panke-Fluß bei Berlin, Titelblatt der Publikation aus dem Jahre 1835 III/37 Karl von Neander von Petersheiden, Darstellung der Völkerschlacht bei Leipzig, Titelblatt III/38 Karl von Neander von Petersheiden, Darstellung der Völkerschlacht bei Leipzig, kolorierte Karte III/38a Eintrag im Sterberegister der Berliner Garnison zum Tod des Hauptmanns Ein preußischer Traditionsort - der Maler Christian Bernhard Rode Unter Friedrich II. erfuhr die Garnisonkirche im Innern zahlreiche Veränderungen, die den Ruf der Kirche als militärische Traditionsstätte begründeten. Fahnen und Standarten aus den Schlachten der Schlesischen Kriege wurden in der Kirche zur Schau gestellt. Der Maler und Radierer Christian Bernhard Rode (1725 -1797) ge Theodor Fontane urteilte sehr kritisch über Rodes „Heldenbilder“. Zum Zieten-Bild in der Berliner Garnisonkirche schrieb er bissig: „Die Komposition auch dieses Bildes ist Dutzendarbeit und trotz der Prätension, geistvoll sein zu wollen, eigentlich ohne Geist. Auch hier ein bequemes Operieren mit traditionellen Mittelchen und Arrangements. Eine Urne mit dem Reliefbilde Zietens in Front derselben, am Boden ein Löwe, der ziemlich friedlich in einer Zietenschen Husarentigerdecke drin steckt wie ein Kater in einem Damenmuff, außerdem eine hohe Frauengestalt, die einen Sternenkranz auf die Urne drückt, das ist alles. Das Reliefporträt ist schlecht, nicht einmal ähnlich, aber die Urania oder Polyhymnia, die ihm den Sternenkranz bringt, ist in Zeichnung und Farbe um ein wesentliches besser, als gemeinhin Rodesche Figuren (er war ein Meister im Verzeichnen) zu sein pflegen.“ Rodes Ölgemälde wurden beim Brand 1908 zerstört, 1909 angefertigte Kopien der Gemälde fielen den Bomben des Zweiten Weltkriegs zum Opfer. III/39 Radierung nach dem Gedächtnisbild Rodes für Generalleutnant Hans Carl von Winterfeld in der Berliner Garnisonkirche III/40 Drei unterschiedliche Radierungen Rodes nach dem Gedächtnisbild für Ewald Christian von Kleist (1715 - 1759) in der Berliner Garnisonkirche. Die Göttin der Freundschaft sitzt weinend an Kleists Urne, am Sarkophag der Schriftzug, an der Urne ein Bildnismedaillon. Vor dem Sarkophag liegen Leier und Schwert - Symbol für Dichtung und Offiziersberuf. Ewald von Kleist stand seit 1741 als Offizier in preußischen Diensten, er nahm am Siebenjährigen Krieg teil, wurde in der Schlacht bei Kunersdorf schwer verwundet und starb an den Folgen dieser Verletzungen. Bekannt geworden ist er als Lyriker - zu seinem Werk gehören neben der philosophisch-aufklärerischen Dichtung (“Der Frühling”) auch klassizistische Oden und patriotische Gedichte (“Ode an die preußische Armee”). III/40a Die Radierung zeigt am Sarkophag nicht den Schriftzug, sondern eine Reiterschlacht. Die Kämpfenden tragen antike Gewänder, das Bildnis zeigt nun nach links. III/40b Diese Radierung zeigt ebenfalls eine Kampfszene am Sarkophag, diesmal aber sind die Soldaten in Uniformen des 18. Jahrhundert gekleidet, auf dem Kopf tragen sie Dreispitze aus der friderizianischen Zeit. III/41 Radierung Rodes nach der Gedächtnistafel für Kurt Christoph Graf von Schwerin (1684 - 1757). Im Fallen umarmt Schwerin die Siegesgöttin, die ihm einen Kranz aufsetzt. Kurt Christoph von Schwerin, preußischer Generalfeldmarschall, nahm an allen Schlesischen Kriegen teil und fiel in der Schlacht bei Prag. III/42 Detail vom Gedenkstein für Christian Bernhard Rode auf dem Friedhof der St. Nikolai- und der Mariengemeinde an der Prenzlauer Allee III/43 Radierung von J. Rosenberg nach Rodes Gedächtnisbild für Zieten in der Berliner Garnisonkirche III/44 Bernhard Rode, Selbstbildnis 1786, Johann Wilhelm Ludwig Gleim in Halberstadt gewidmet
Grabmale auf dem Offizierskirchhof Die kunsthistorische Bedeutung des Offizierskirchhofes liegt im Vorhandensein sepulkraler Kunst aus dem Frühklassizismus, der Romantik und des Neubarock bis hin zu Werken der Reformkunst. Eine Besonderheit bildet der in dieser Ge III/45 Neujahrskarte von 1806 aus der Kgl. Eisengießerei Berlin. Die Hütte arbeitete ab 1803 und produzierte viele Jahrzehnte auch für die Berliner Friedhöfe gusseiserne Grabkreuze, Epitaphe, größere Stelen, Gittereinfassungen von Grabanlagen und baldachinartige Tabernakel. Den Rohstoff für die besonders dünnflüssige Schmelze bildete Raseneisenstein, eine in der Mark Brandenburg verbreitete Eisenablagerung der Eiszeit mit hohem Phosphorgehalt, der auch beim Hausbau Verwendung fand. III/46 Franz Krüger: Peter Beuth mit Landwehrmütze, Freund und Förderer K. F. Schinkels, hatte großen Anteil an der Entwicklung der Kgl. Eisengießerei zu Berlin III/47 Gusseisernes Grabkreuz für Wilhelm von Clausewitz III/48 Von Schinkel entworfener Aufsatz der Grabstele für General von Brauchitsch, Berliner Eisenguss III/49 Gusseisernes Epitaph für Alexander von Trützschler III/50 Gusseisernes Grabkreuz für Herwarth von Bittenfeld III/51 Neujahrskarte 1828 mit dem Eisenguss-Grabmal für General von Brauchitsch Der Stahlstecher Carl Frommel Carl Ludwig Frommel (1789 - 1863) war der Vater des wohl bekanntesten der Berliner Garnisonprediger, Emil Frommel (1820-1896). Er stammte aus dem Hunsrück, wurde nach der Ausbildung bei den Karlsruhern Philipp Jakob Becker und Christian Haldenwang Kupferstecher und Maler, gründete den Kunst- und Industrieverein für das Großherzogtum Baden, eine Pioniertat für Deutschland. Nach einem mehrjährigen Englandaufenthalt schuf er ein Atelier für Stahlstecher, gegründet auf den dort entwickelten fortschrittlichsten Methoden des Stahlstichs. Später war er Generaldirektor der Großherzoglichen Galerie in Karlsruhe. Aus seiner Werkstatt stammen auch Stiche auf der Grundlage von Zeichnungen märkischer Kirchen und Schlösser, u.a. von Carl Blechen. III/52 Jugendbildnis Carl Frommels aus dem Jahre 1816 III/53 Henriette geb. Gambs, die zweite Frau Carl Frommels (1801-1865), die Mutter des Berliner Garnisonpfarrers Emil Frommel III/54 Altersbildnis Carl Frommels III/55 Frommels Landhaus in Lichtental bei Baden-Baden II/56 Das Innere der Schlosskirche St. Michael in Pforzheim, Aquarell, 1824 II/57 Schloss Tirol, Stahlstich von Carl Frommel, 1842, Ausschnitt II/58 Blick auf Salzburg, Stahlstich, 1842 II/59 Ansicht von Badenweiler, kolorierte Umrissradierung, 1810 III/60 Carl Frommel, Eingang in das alte Schloss zu Baden, Stahlstich III/61 Kunstgalerie Karlsruhe, deren Direktor Carl Frommel war Die Orgeln Die ehemalige Berliner Garnisonkirche verband mit anderen Städten der Mark Brandenburg nicht nur das Militärische, das Zurschaustellen der preußischen Tradition auch das Spiel einer Orgel des berühmten Joachim Wagner ließen Gemeinsamkeiten anklingen. II/63 Wagner-Orgel in der Berliner Marienkirche, Zustand vor 1892 III/64 Wagner-Orgel in der Berliner Garnisonkirche. III/65 Mutmaßliches Porträt nach Wagners Totenmaske aus St. Marien in Salzwedel III/66 „Unter der Regierung Friderici Wilhelmi des II. Königs von Preußen ist dieser Prospect ..., 1713“, Ansicht der Roederorgel in der Berliner Garnisonkirche III/67 Detail der Wagner-Orgel in der Berliner Garnisonkirche: militärische Attribute kennzeichneten selbst die kleinen Pauker III/67a Paukeschlagender behelmter Engel, Detail der Röder-Orgel aus der Berliner Garnisonkirche schon 1713 III/68 Signatur Joachim Wagners III/69 Signatur Johann Michael Röders III/70 Adler und preußische Königskrone vom Prospekt der Röder-Orgel III/71 Detail mit militärischen Attributen vom Prospekt der Wagner-Orgel in der Berliner Garnisonkirche Röder- und Wagner- Orgeln in der Mark Johann Michael Röder und Joachim Wagner waren nicht nur in der Residenz Berlin gesuchte Orgelbauer. In den märkischen Städten Potsdam, Prenzlau, Brandenburg/ Havel, Angermünde, Gransee, Wusterhausen/ Dosse können wir noch ihre Meister III/72 Wagner-Orgel in Pritzerbe III/73 Detail vom Prospekt der Wagner-Orgel aus Pritzerbe III/74 Detail vom Prospekt der Wagner-Orgel aus Pritzerbe III/75 Posauneblasender Engel vom Prospekt der Wagner-Orgel aus Felchow/Uckermark III/76 Schwebender Engel aus der Dorfkirche von Felchow/Uckermark III/77 Wagner-Orgel in Rühstedt/Prignitz III/78 Paukeschlagende Engel vom Prospekt der Wagner-Orgel in Angermünde - ohne Helm! III/79 Prospekt der Röder-Orgel in Buch, ursprünglich für die Heiliggeist-Kapelle 1744 in Prenzlau errichtet III/80 Detail vom Prospekt der Röder-Orgel aus Greiffenberg/Uckermark Vielseitig und unentdeckt - Johann Friedrich Walther Ich “habe diese Nachrichten mit einigen Zeichnungen erläutert. Und ob dieselben nicht in allen Stücken, so wie ichs gewünschet, gerathen seyn mögten, so wird doch ein jeder, der Sachen Verständiger, mich leicht entschuldigen, allermaßen ich von der Zeichen-Kunst nicht Profession mache, dennoch aber meinen guten Willen nach Vermögen auch hierin zeigen” will. (J. F. Walther in der Vorrede zu seiner Geschichte der Berliner Garnisonkirche, 1737) Von ihm gibt es kein Porträt, obwohl er sein Leben lang zeichnete und mit Zeichnern und Kupferstechern Umgang hatte: Johann Friedrich Walther teilt das Schicksal vieler seiner Zeitgenossen. Er ist heute nahezu unbekannt. Gerade er aber hat unser Bild vom Berlin des 18. Jahrhunderts mitgeprägt. Walther war es nämlich, der zahlreiche Zeichnungen und Pläne lieferte, die den führenden Kupferstechern seiner Zeit als Vorlagen dienten. Bekannt sind seine Zeichnungen der Bauten Martin Grünbergs und anderer Architekten Berlins. III/81 Titelblatt der Erstausgabe der Beschreibung der Berliner Garnisonkirche von 1737 durch Johann Friedrich Walther III/82 Die Berliner Garnisonkirche auf dem Stadtplan von Schleuen, gezeichnet von Walther, gestochen von Busch. Johann Friedrich Walther zeichnete vor allem Gebäude und Stadtpläne, die dann von Johann David Schleuen oder Georg Paul Busch in Kupfer gestochen wurden und heute eine Vorstellung vom Aussehen der Stadt in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts vermitteln. III/83 Ein Beispiel der Zusammenarbeit Walthers mit dem Berliner Kupferstecher Georg Paul Busch - Detail aus Walthers Plan der Residenz Berlin, Statuen des Großen Kurfürsten und König Friedrich I. III/84 Kartusche des Waltherschen Planes von Berlin von 1737. Der Zeichner Walther verrät seine Zugehörigkeit zur evangelischen Garnisongemeinde Kartusche des Waltherschen Planes von Berlin von 1737. Der Zeichner Walther verrät seine Zugehörigkeit zur evangelischen Garnisongemeinde und seine Verehrung für den Soldatenkönig durch die Abbildung des zur Sonne strebenden Adlers und des Mottos „Non soli cedit“ - der Adler weicht der Sonne nicht - neben den königlichen Initialen und des Mottos „Non soli cedit“ - der Adler weicht der Sonne nicht neben den königlichen Initialen III/85 Eintrag zu Johann Friedrich Walther als „Architektur- und Planzeichner in Berlin“ im Künstlerlexikon von Ulrich Thieme/Felix Becker III/86 Zeitungsmeldung zum Tod von Johann Friedrich Walther III/87 Titelblatt des handschriftlichen Manuskripts der Beschreibung der Berliner Garnisonkirche durch Johann Friedrich Walther von 1736 III/88 Eine der schönsten Zeichnungen Johann Friedrich Walthers in seinem handschriftlichen Manuskript von 1736: die Kanzel der Berliner Garnisonkirche Johann Friedrich Walther Organist an der Garnisonkirche Am 16. November 1716 tritt J. F. Walther mit 21 Jahren in der Nachfolge von Johann Martin Weiß die Stelle als Organist und dritter Lehrer an der Garnisonschule an. In den ersten Jahren wohnt Walther als Lehrer in einer Dienstwohnung in der Garnisonschule. Der Eintrag für ihn im Adresskalender der Stadt Berlin des Jahres 1723 lautet auf Seite 66: H. Johann Friedrich Walter. Organist und Schul-Collega “log. Auf der Schule”. Walther muss sehr glücklich gewesen sein, als ihm auch nach dem Neubau der Kirche von 1722 die Orgel der Garnisonkirche anvertraut wurde Weihnachten 1724 spielt er erstmals auf dem Hauptmanual des neuge III/91 Titelblatt der Beschreibung der Orgel von 1727 „Die in der Garnisonkirche zu Berlin befindliche Neue Orgel, wie selige ...“ III/92 Krone und Initialen vom Prospekt der Röder-Orgel, an der Walther zwischen 1713 und 1720 spielte III/93 Königskrone und Initialen Friedrich Wilhelms I. vom Prospekt der Wagner-Orgel, an der Organist Johann Friedrich Walther über 20 Jahre wirkte, aus der Zeichnung im handschriftlichen Manuskript der „Historischen Nachricht ...“ von 1736 III/94 Wie Walther seinen Arbeitsplatz als Organist sah: „Prospect der Berlinischen Garnisonkirche, wie solche vom Morgenwärts nach ihrem Inngebäude anzusehen“, Zeichnung aus Joachim Friedrich Walthers Manuskript von 1736 III/95 Spieltisch der Wagner-Orgel aus der Berliner Garnisonkirche, Kupferstich von G. P. Busch nach der Zeichnung von J. F. Walther III/96 Disposition der Wagner-Orgel in der Berliner Garnisonkirche, Auszug aus Johann Friedrich Walthers Publikation von 1727 III/97 Auszug aus: Carl Freiherr von Ledebur, Tonkünstler-Lexikon Berlin’s von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart, Berlin 1861, S. 624 III/98 Zeitungsausschnitt mit einem Bericht über den Tod Johann Friedrich Walthers KIRCHE IN DER ZEIT Die Prediger In den preußischen Garnisonstädten wurde der Garnisonpfarrer aus den Reihen der den Regimentern zugeordneten Feldprediger bestimmt. In der Residenz Berlin waren 1728 neben dem Garnisonprediger noch vier und 1738 sogar noch sechs weitere Militärgeistliche tätig. Bei der Größe der Garnison reichte der Raum in der Kirche nicht mehr aus. Vormittags hielt hier der Garnisonpfarrer den Gottesdienst für sein Regiment ab, nachmittags rückten die übrigen Regimenter ein oder wichen auf andere Kirchen Berlins aus. IV/1 Garnisonpfarrer Lampertus Gedicke (1683 - 1736) war seit 1709 als Garnisonprediger in Berlin tätig und betreute das Wartenslebensche Kavallerie-Regiment. 1717 wurde er zum Feldpropst, dem ersten in Preußen, ernannt. Während seiner Amtszeit erfolgte von 1720 - 22 der Bau des zweiten Kirchen IV/2 Garnisonpfarrer Johann Caspar Carstedt (1684 - 1752). Carstedt trat 1736 die Nachfolge von Gedicke als Berliner Garnisonpfarrer und Feldpropst an. Das Feldpropstamt legte er 1742 aus gesundheitlichen Gründen nieder; es wurde fortan vom Potsdamer Garnisonprediger wahrgenommen. IV/3 Feldprediger zur Zeit Friedrichs II., Zeichnung von Adolph Menzel IV/4 Titelblatt der gedruckten Gedächtnispredigt des Feldpropstes Lampertus Gedicke zu Ehren des in den Grüften der Garnisonkirche am 10. Februar 1730 beigesetzten Generalleutnants Kurt Hildebrand von Loeben IV/5 Feldprediger-Uniform ab 1866 IV/6 Gedruckte Predigt des Feldpropstes Johann Caspar Carstedt zum Gedächtnis von Generalfeldmarschall von Natzmer am 19. Juni 1739 in der Berliner Garnisonkirche IV/7 Gedrucktes Programm der Trauerode zum Gedächtnis des Generalfeldmarschalls von Natzmer in der Berliner Garnisonkirche 1739 Grabungen auf dem Gelände des ehemaligen Gemeinenfriedhofs Der Gemeinenfriedhof östlich der Gormannstraße wurde bereits 1862 geschlossen und das Grundstück ab 1891 zum Kauf und zur Bebauung angeboten, so dass er heute nicht mehr vorhanden ist. Auf Teilen der überbauten Fläche, den Grund Grabschrift auf dem „Kirchhof für das niedre Militair und die Ihrigen“ für die Kinder Carolina, Charlotte, Erdmann und Ernst Erdmann Günther, gestorben in den Jahren zwischen 1817 und 1822: Wohl Euch, ihr lieben Kinder, Ihr ginget nur geschwinder, Als wir ins Himmelreich; Ihr seyd nun ganz vollkommen, Der Erdennoth entnommen, Und Euerm lieben Heiland gleich. (Carl Benjamin Hohlfeld, Erinnerungen an die Kirchhöfe zu Berlin. Eine Auswahl der vorzüglichsten Grabschriften“, Leipzig 1826, S. 96) IV/8 Grabungen auf dem Grundstück Rückerstraße 8 im Sommer 2002 IV/9 Eine Flasche als Grabbeigabe, Grundstück Rückerstraße 8 IV/10 und IV/11 Skelette mit Obduktionsschnitten im Schädel, Grundstück Rückerstraße 8 IV/12 Situationsplan des Gemeinenfriedhofs 1892, angefertigt durch das städtische Vermessungsamt. Der Plan diente der Vorbereitung für den Verkauf der Grundstücke und dokumentiert die Ablaufdaten der Grabstellen IV/13 Eintrag in den Militärkirchenbüchern der evangelischen Garnisongemeinde vom 4. Oktober 1828 zum Tode eines unverheirateten zweiundzwanzigjährigen Kanoniers vom Garde-Artillerie-Korps. Todesursache des Johann Friedrich Kleist aus Jastrow in Westpreußen: „im Gefängnis sich selbst entleibet“. Am 7. Oktober wurde Kleist auf dem Gemeinenfriedhof beigesetzt. Gemeindeschule und Sozialwesen Die Kirchengemeinde hatte vielfältige Aufgaben wahrzunehmen: sie war für die Ausbildung der Soldatenkinder zuständig, hatte Schulgebäude, Lehrerwohnungen, Predigerwitwenhäuser, zeitweise ein Lazarett und ein Waisenhaus sowie die Friedhöfe an der Linienstraße zu unterhalten. Wenn sich auch der König und die Regimenter an den Kosten beteiligten und so manche Sondereinnahme der Gemeinde zufloß, war doch die finanzielle Last zu groß. Es verwundert nicht, dass das Lazarett für die Kranken und Invaliden und auch das Waisenhaus schon durch den Soldatenkönig wieder geschlossen wurden. IV/15 Die erste Garnisonschule als Anbau der Kirche, gezeichnet durch Johann Friedrich Walther im handschriftlichen Manuskript von 1736 IV/16 Auszug aus einer Akte im Geheimen Staatsarchiv über ein Revisionsverfahren gegen den Leiter der Bauarbeiten an der Berliner Garnisonschule im Jahre 1785, den Bauadjutanten Johann Friedrich Friedel (1722-1793), wegen erheblichen Überziehens der Baukosten. Die königliche Kasse konnte ausstehende Rechnungen privater Baufirmen nicht begleichen, Insolvenzen waren die Folge. Friedel bittet in diesem Schreiben, einen anderen unparteiischen Revisor zusätzlich zum Revisor Seidel zu beauftragen, damit seine Ehre schnellstens wiederhergestellt werden möge. Das Grabmal Friedels und seiner Söhne im klassizistischen Stil ist noch heute auf dem Offizierskirchhof erhalten. IV/17 Die Schule ist mehrfach umgezogen. 1722 erhielt sie nach der Zerstörung vom August 1720 das Haus des Obersten Glasenapp in unmittelbarer Nachbarschaft der Garnisonkirche. 1785 wurde unter Leitung des Königlichen Bauadjutanten Friedel das Gebäude um eine Etage aufgestockt. Nach der Schließung der Schule wurde das Haus durch die Garnisonprediger als Wohn- und Dienstgebäude genutzt (heute Anna-Louisa-Karsch-Str. 9). IV/18 Rekrutenaushebung, gezeichnet von Johann Wolfgang von Goethe IV/19 Daniel Chodowiecki, Das bettelnde Soldatenweib, 1764 Trauerfeier für den Helden von Nordhausen Über das kirchliche Leben der Berliner evangelischen Garnisongemeinde wissen wir wenig. Die Chronisten berichten von ständigen Geldsorgen, von der Schwierigkeit, die sozialen Aufgaben der Gemeinde wahrzunehmen. Andere Alltäglichkeiten waren der Aufzeichnung nicht wert. Und wie so oft finden sich Nachrichten von den „großen“ Ereignissen. Ein solches hat am 17. Oktober 1709 stattgefunden, als der Generalmajor Daniel von Tettau in der Garnisonkirche beerdigt wurde: Der Sarg wurde „durch die damalige Königl. Grenadier- Guarde, unter Begleitung vieler 6-, 4- und 2-spännigen Königl. und anderen Carossen, bey dem Geläute aller Glocken in hiesigen Residentzien, Abends um 8 Uhr abgeholet, und nach der Garnison-Kirche gebracht Gegen 10 Uhr langte die Procession bey der Garnison-Kirche an; Die Leiche wurde durch 16 Unter-Officiers in die Kirche, welche mit mehr denn 1000 weissen und gelben Wachs- Lichtern schön illuminiert war, getragen, und vor dem, mit schwarzen Tuch behangenen Altar niedergesetzt“. Nach einem Gesang wurde „der Sarg wieder zur Kirchen heraus und nach dem Eingang des Gewölbes gebracht, da denn unter währendem Beysetzen, aus neun Canonen gefeuret, auch von der, vor der Kirche postireten Grenadier- Guarde eine dreyfache Salve gegeben, und also damit dieses Leichen-Begräbniß beschlossen worden“ ist. (J. F. Walther, 1737) IV/20 Der Generalmajor Daniel von Tettau (1670-1709), Sohn des Kanzlers des Herzogtums Preußen, Kommandeur der brandenburgisch-preußischen Grenadiergarde, hatte an 16 Schlachten teilgenommen und bei Maplaquet den Tod gefunden. Vertreter der weitverzweigten Familie Tettau hatten im ostpreußischen Königsberg bedeutende Positionen im Gerichtswesen, in der Verwaltung und im Militär inne, einige sind in Gedichten des Königsberger Poeten Simon Dach (1602-1659) besungen worden. IV/21 Gedicht von Simon Dach aus Königsberg zur Hochzeit eines Daniel von Tettau, Gerichtsrat in Königsberg, mit Anna Barbara von Schlieben, 8. Mai 1653 IV/22 Titelblatt des Tagebuchs des Nordhäuser Juristen und Ratsherrn Ericus Christophorus Bohne über die militärischen und diplomatischen Taten des Obristen von Tettau IV/23 Wappen zur Aufnahme eines Vertreters der Familie von Tettau, des Generalleutnants Johann Georg von Tettau (1650-1713), Kommandeur der Gardes du Corps, in der Orden vom Schwarzen Adler am 17. Januar 1701, dem Vorabend der Königskrönung in Königsberg IV/24 Gedicht von Simon Dach aus Anlass des Todes des Sohnes des kurfürstlich-brandenburgischen Gerichtsrates Hans Dietrich von Tettau am 7. Februar 1653 IV/25 Gedicht von Simon Dach aus Anlass des Todes des kurfürstlich-branden IV/26 Schlacht bei Malplaquet im Spanischen Erbfolgekrieg, 11. September 1709 IV/27 Eintrag im Berliner Adress-Kalender von 1704 zur Wohnung des Obristen und Chefs der Grenadiergarde Daniel von Tettau in Berlin. Bemerkenswert auch die Einträge zum Kommandanten der Gardes du Corps, Oberst Johann Georg von Tettau und des Generalmajors Georg Abraham von Arnim, des Chefs der Garde zu Fuß Zwei Garnisonkirchen Berlin und Potsdam 1732, als in Berlin bereits die zweite Garnisonkirche stand, erlebte Preußen die Einweihung einer weiteren Garnisonkirche die der Potsdamer, die zur bekanntesten ihrer Art überhaupt wurde. IV/28 Variation des Themas „Non soli cedit” (oder auch “Nec soli cedit”) - “Er weicht der Sonne nicht” auf dem Turm der Potsdamer Garnisonkirche. Der Wahlspruch Friedrich Wilhelms I. drückte das Selbstvertrauens des preußischen Staates aus, sich einen Platz an der Seite der europäischen Großmächte zu erobern. Sowohl die Berliner als auch die Potsdamer Garnisonkirche zeigten an vielen Stellen den zur Sonne aufsteigenden Adler, der in den Fängen den Donnerkeil hält. Auch auf den Siegeln beider Kirchen fanden sich Adler und Sonne. IV/29 Blick über die Breite Brücke auf die Potsdamer Garnisonkirche und das Stadtschloss. Gemälde von Carl Georg Hasenpflug (1827). Der repräsentative Turm der Potsdamer Garnisonkirche zählt zu den bedeutendsten Leistungen barocker Architektur in Preußen. Aufwendig gegliedert, bildete er einen wichtigen Akzent in der Silhouette der Stadt und beherbergte ein holländisches Carillon eine einfache Glocke reichte nach dem Willen Friedrich Wilhelm I. nicht aus. IV/30 Entwurf der Potsdamer Garnisonkirche von Philipp Gerlach, Vorderansicht, Kupferstich von Alexander Gläßer, um 1730 IV/31 Auch Soldaten der Potsdamer Garnison nahmen im Frühjahr 1848 an Protestaktionen gegen die Willkür des preußischen Obrigkeitsstaates teil IV/32 Der unheilbringende „Geist von Potsdam“ auf einer Postkarte vom März 1933 IV/33 Wie die Berliner Garnisonkirche fand sich die Potsdamer Schwesterkirche 1945 als Ruine wieder Trauung des Königlichen Hauptmanns von Hacke 1732 Die preußischen Könige setzten das Werkzeug des Verheiratens ihrer Offiziere und Beamten zielgerichtet zur Hebung des Wohlstandes von Adel und Militär ein. Offiziere der Berliner Garnison wurden in der Garnisonkirche getraut. Ein Muster IV/34 Der Bräutigam, Hauptmann von Hacke, Generaladjutant König Friedrich Wilhelms I. IV/35 Die Braut Albertine, Tochter des Ministers von Creutz IV/36 Eintragung in den Militärkirchenbüchern der evangelischen Berliner Garnisongemeinde IV/37 Der Historiker und Publizist Eduard Vehse über Hackes Schwiegervater, den allmächtigen Geheimrat und engen Vertrauten des Königs, von Creutz und über die Hintergründe der Heirat des Jahres 1732 IV/38 Aus dem Brief des Gesandten des sächsischen Königs am preußischen Hof, Graf von Manteuffel, an seinen Außenminister, 28. Februar 1732, über die Heirat Hackes als gesellschaftliches Ereignis am preußischen Hofe IV/38a Bescheidener Holzstuhl Friedrich Wilhelms I. in der Königsloge der IV/39 Wappen des Trägers des Schwarzen Adlerordens, des Generalleutnant von Hacke, verliehen durch König Friedrich II. am 27. Mai 1748 wegen der Verdienste Valmy, September 1792 Unter den Offizieren, die in der Garnisonkirche oder auf dem -friedhof beigesetzt wurden, sind auch solche Persönlichkeiten, die an den Feldzügen Preußens gegen das revolutionäre Frankreich 1792-1794 und gegen die polnischen Aufständischen 1794 teilnahmen und in ihren Lebenserinnerungen, ihren Briefen oder ihren militärhistorischen Analysen eindrucksvolle Schilderungen der Feldzüge, der politischen Entwicklungen und vieler persönlichen Details ihres Offiziersdaseins hinterlassen haben. IV/78 Preußische Artillerie vor Valmy IV/79 Karl Friedrich von dem Knesebecks Brief an Gleim in Halberstadt aus dem Lager bei Verdun, 3. September 1792, also drei Wochen vor Valmy . Der Brief, geprägt von den Illusionen des preußischen Offizierskorps, beginnt mit den Worten: „Die größten Schwierigkeiten sind gehoben, zwei Festungen sind in unseren Händen. Es hält uns nichts mehr auf, gerade nach Paris zu gehen!“ IV/80 General Heinrich von Minutoli. Wichtigste Quelle für das Verständnis der Tage um die Kanonade von Valmy sind die militärhistorischen Schriften des späteren Generals Heinrich von Minutoli. IV/81 Heinrich von Minutolis Publikation über den Weg nach Valmy und die politischen Bedingungen des Feldzuges von 1792. Minutolis Bericht über den Feldzug von 1792 ist authentisch, er beruht auf den Dokumenten des Großen Generalstabs der preußischen Armee, er ist weder zur Rechtfertigung eigener Entscheidungen, noch zur Abwehr kritischer Meinungen anderer geschrieben. IV/82 General-Lieutenant von Minutoli in der Oase Siwah, Gemälde von Louis Faure. Heinrich von Minutoli war auch einer der Begründer der ägyptischen Sammlungen Berlins, war Ehrenmitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften und wurde vor allem bekannt als Erzieher des Prinzen Carl von Preußen. IV/83 Johann Eberhard Ernst Herwarth von Bittenfeld gehörte zu jener Gruppe preußischer Offiziere, die auch nach Valmy an den Feldzügen der Jahre 1793-95 gegen Frankreich und 1794 gegen den polnischen Aufstand teilnahmen: Friedrich de la Motte Fouqué (1777-1843), Karl Neander von Petersheiden (1761-1842), Tippelskirch (1774-1840), Wilhelm von Valentini (1775-1834), Wilhelm Benedikt von Clausewitz, (1773-1849), Hieronymus von Brückner, (1730-1806) und Karl Alexander von Tresckow (1764-1823). IV/84 Wappen des Ritters des Schwarzen Adlerordens, Karl Friedrich von dem Knesebeck, 1832 IV/85 General von Brauchitsch, beigesetzt auf dem Offizierskirchhof. Als junger Leutnant hatte er am Feldzug gegen Frankreich teilgenommen Warschau und Torun, 1794 Das Grabmal des Generals von Holtzendorff gehört zu den künstlerisch wertvollsten Grabplastiken aus der Schinkel-Schule auf dem Offizierskirchhof. Das Flachrelief aus Bronze zeigt die auf einem Kanonenrohr sitzende Siegesgöttin Victoria, die als erste Ruhmestat des Verstorbenen den Namen Warschau in das Buch der Geschichte einschreibt. Warschau war der Ort, bei dessen Belagerung im Juli/August 1794 der junge Sekondeleutnant Friedrich Karl von Holtzendorff vom Feldartilleriekorps im Einsatz gegen die Insurrektion der polnischen Armee den Orden pour le mérite am 29. August 1794 erhielt. IV/87 Porträt Julius von Voss, gezeichnet von E. T. A. Hoffmann IV/88 Eintrag zum Tod des Vaters des Schriftstellers Julius von Voss, George Adam von Voß, in den Militärkirchenbüchern der Berliner Garnisonkirche IV/89 Orden Pour le mérite IV/90 Auszug aus der Liste der Träger des Ordens pour le mérite mit dem Namen Julius von Voss, den Berichten des Generals von Hundt und dem Antwortschreiben des Königs . In der offiziellen Liste der Ritter des Ordens Pour le mérite erscheint Julius von Voss als Nr. 900 vom 14. Oktober 1794. IV/91 Ansicht der Festungsanlagen von Torun heute IV/92 Detail vom Grabmal von Holtzendorff auf dem Offizierskirchhof: Victoria auf einem Kanonenrohr IV/93 Eintrag in den Militärkirchenbüchern zum Tod des Generals Friedrich Karl von Holtzendorff 1828. IV/94 Titel eines Buches von Julius von Voß Eine Kriegsheirat 1815 Auch in Kriegszeiten wurde in der Garnisonkirche getauft, getraut und getrauert. Karl Friedrich von dem Knesebeck, Königlich-Preußischer Oberst im Generalstab, heiratete im Alter von 49 Jahren am 7. Mai 1815, acht Wochen nach der Rückkehr Napoleons von Elba und sechs Wochen vor der Schlacht von Waterloo, die damals 42jährige Adolphine, geborene von Klitzing, geschiedene von Werdeck - eine Jugendfreundin Heinrich von Kleists. IV/95 Ölgemälde Karl F. von dem Knesebeck. Verantwortlicher Offizier im Generalstab für die Ausarbeitung der Operationspläne der Armee 18131815 IV/96 Adolphine von dem Knesebeck, Tochter des preußischen Generals von Klitzing, Literatin. IV/97 Altar der Berliner Garnisonkirche, Aufnahme vor 1896 IV/98 Das alte Gutshaus der Familie von dem Knesebeck in Karwe am Ruppiner See, nach einer Postkarte IV/99 Eintragung der Hochzeit im Militärkirchenbuch, 7. 5. 1815 IV/100 Eintrag des Todes von Adolphine von dem Knesebeck im Militärkirchenbuch, 26. März 1843. IV/101 Das Grab des Ehepaares befindet sich auf dem Alten Berliner Garnisonfriedhof. Der Stein für Adolphine von dem Knesebeck wurde in den letzten Jahren neu gesetzt Die katholische Garnisonkirche Berlins Als städtebauliches Zentrum der Luisenstadt entstand Mitte des 19. Jahrhunderts der Michealkirchplatz mit seiner Dominante, der katholischen Kirche St. Michael. IV/102 Die Nordfassade der Kirche St. Michael auf einer Postkarte um 1897 IV/103 Die Kirche St. Michael mit dem Luisenstädtischen Kanal im Jahre 1859, Postkarte nach einem Stich von L. Deder IV/104 Patriotische Postkarte aus dem Jahre 1915 mit dem Motiv der Kirche St. Michael und dem ordensgeschmückten Pfarrer IV/105 Der Platz vor der Südseite der Kirche heute Kirchlicher Alltag und Revolution Mehr als vier Jahrzehnte lenkte Pfarrer Gottlieb Friedrich Ziehe die Geschicke der Gemeinde. Gleich zu Beginn seiner Amtszeit sorgte er dafür, daß die Kirchen IV/108 Grabmal von Daniel Gottlob Teichert auf dem Offizierskirchhof IV/108a Daniel Gottlob Teichert (1796-1853). Der Berliner Artilleriemajor und Lehre an der Königl. Artillerieschule wurde im Mai 1848 in die Frankfurter National IV/109 Als größte Hallenkirche Berlins war die Garnisonkirche einzig geeignet für die Wahlmännerversammlung am 3. Mai 1848 sowohl für die Vorbereitung der Wahlen zur Nationalversammlung in Frankfurt als auch zur Preußischen Verfas IV/110 Pfarrer Adolf Sydow, geb. 23.11.1800 als Sohn des Charlottenburger Bürgermeisters Otto Ferdinand S. und der Ehefrau Karoline Sophie Henriette geb. Müncheberg, Absolvent der Universität Berlin, Schleiermacherschüler, ordiniert am 27.1.1828, danach Pfarrer an der Berliner Kadettenanstalt, ab 1836 Hof- und Garnisonprediger in Potsdam. 1846 wird er Pfarrer an der Neuen Kirche in Berlin, emeritiert 1876, gest. 23.10.1882, beigesetzt auf den Friedhöfen vor dem Halleschen Tor IV/111 G. F. Ziehe (1782 - 1860), Pfarrer der Berliner Garnisongemeinde von 1815-1858. Wie sein Nachfolger Georg Goens berichtet, verteidigte Ziehe gemeinsam mit der Enkelin den Eingang der Kirche am 18.März 1848 gegen Revolutionäre, die Mobilar der Kirche zur Verstärkung der Barrikaden brauchten. IV/112 Beisetzung der zivilen Opfer der Barrikadenkämpfe im Friedrichshain am 23. März 1848. IV/114 Der im Mai 1848 gewählte Abgeordnete der Preußischen Verfassungs IV/115 Adolph Menzel Aufbahrung der Märzgefallenen vor der Neuen Kirche, 1848. Die Zeremonie fand an den Stufen der Kirche statt, an der Adolph Sydow ab 1846 Pfarrer war IV/116 Sitzplan der Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche 1848/49. Major Teichert hatte Sitz Nr. 229 IV/117 Eintrag des Todes des Premierleutnants von Wulffen und seiner Beisetzung auf dem Offizierskirchhof in den Totenbüchern der Berliner Garnison. Alfred Ordingello von Wulffen, geb. 12.11. 1813, Sohn des preußischen Generalleutnants und Kommandanten der Festung Luxemburg, Christoph Joachim von Wulffen (1784 1861) war in der Nacht vom 18. zum 19. März 1848 im Barrikadenkampf gefallen. Dankgottesdienste und Kirchenkonzerte Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts war die Berliner Garnisonkirche wieder stärker in das öffentliche Leben der Stadt und des Staates getreten. Garnisonprediger Friedrich Adolph Strauß, von 1858 bis 1869 im Amt, konnte in der Kirche wiederholt Mitglieder der königlichen Familie begrüßen. Den Dankgottesdiensten nach den Kriegen Preußens gegen Dänemark und Österreich wohnte Wilhelm I. persönlich bei. IV/119 Garnisonprediger F. A. Strauß IV/120 Die Kaiserloge in der Berliner Garnisonkirche, Aufnahme 1936 IV/121 Otto Nicolai geb. am 9. Juni 1810 in Königsberg, gest. am 11. Mai 1849 in Berlin; mit 16 Jahren floh er aus dem Elternhaus, sein strenger Vater wollte ihn zu einem Wunderkind erziehen. Ein Gönner ermöglichte ihm Studien bei Carl Friedrich Zelter und Bernhard Klein am Königlichen Institut für Kirchenmusik in Berlin. Nach Tätigkeiten in Rom und Wien kehrte Nicolai 1848 nach Berlin zurück und wirkte als Kapellmeister der Kgl. Oper und Dirigent des Domchores. IV/122 Auszug aus der Partitur zur Weihnachtsouvertüre von Otto Nicolai IV/123 Anzeige des Kirchenkonzertes in der Kgl. Privilegierten Berlinischen Zeitung vom 23. Mai 1833 IV/124 Rezension zum Konzert in der Kgl. Privilegierten Berlinischen Zeitung vom 31. Mai 1833 Garnisonprediger Emil Frommel Emil Frommel war ein Sohn des Direktors der großherzoglich-badischen Galerie in Karlsruhe. Als Student der Theologie (Halle, Erlangen, Heidelberg) nimmt Frommel anfänglich an den revolutionären Ereignissen 1848 als Burschenschaftler teil, distanziert sich dann von der demokratischen Bewegung. Erschöpft und schwer IV/125 Anton von Werner: Emil Frommel IV/126 Jugendbildnis Emil Frommels IV/127 Helm ab zum Gebet! Titelblatt einer Ansprache Frommels an Soldaten, Berlin 1892 IV/128 Grabmal Emil Frommels um 1900 auf dem Offizierskirchhof an der Linienstraße IV/129 Gedenktafel für Emil Frommel am ehemaligen Pfarramt, der Wohnung des Garnisonpredigers IV/130 Postkarte im Stil der Zeit und der Schriften des „Volksschriftstellers“ Frommel IV/131 Frommels liebstes Regiment, die Königliche Garde zu Fuß IV/132 Uniform des in Berlin stationierten 2. Garderegiments zu Fuß IV/132a Geburtshaus Emil Frommels in Karlsruhe Weltkriege und Nachkriege Das Ende des Kaiserreiches blieb für die Garnisonkirche nicht ohne Folgen. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts hatte die Kirche die zahlreichen Mitglieder der Berliner Garnison in vier Gemeinden seelsorgerisch betreut. Nach 1918 war die Garnison aufgelöst und damit wohl auch deren Gemeinde. Und einen Patron hatte die Gar IV/133 Grabstein für Garnisonprediger Georg Goens (1859-1918), der seit 1896 der Garnisongemeinde vorgestanden und 1897 eine über hundertseitige Geschichte ihrer Kirche veröffentlicht hatte. Er starb am 26. Juli 1918, Sein Grab auf dem Garnisonfriedhof in der Kleinen Rosenthaler Straße hat sich bis heute erhalten. IV/134 Konfirmationsurkunde der Garnisongemeinde aus dem Jahre 1936 IV/135 Der heute noch erhaltene Taufstein in einer Aufnahme von 1936 IV/136 Grabanlage auf dem Stahnsdorfer Südwest-Friedhof Magistrats an das Evangelischen Konsistorium IV/137 Auszug aus einer Akte im Landesarchiv Berlin zur Garnisonkirche nach 1945: Bericht der Polizeiinspektion Mitte zu “grobem Unfug” in den Grüften der Garnisonkirche IV/138 Auszug aus einer Akte im Landesarchiv Berlin zur Garnisonkirche nach 1945: Bericht über eine Gruftbesichtigung im September 1949 IV/139 Auszug aus einer Akte im Landesarchiv Berlin zur Garnisonkirche nach 1945: Schreiben des Beirats für kirchliche Angelegenheiten des Berlin-Brandenburg zur Situation der Garnisonkirche vom Mai 1949, u.a. mit dem Vorschlag der Umbettung der Leichen zum Sophienkirchhof in Berlin-Mitte V/140 Auszug aus einer Akte im Landesarchiv Berlin zur Garnisonkirche nach 1945: Magistratsvorlage vom 4. 10. 1949 zum Tagesordnungspunkt Garnisonfriedhof FAMILIENBANDE Das Schicksal der Frauen von der Hagen Theodor Fontane erzählt von einer Bemerkung Friedrichs II. gegenüber einem „Herrn auf Nakel“, der mehrfach nacheinander um die Heiratserlaubnis nachsuchte. Friedrichs Antwort sei beim fünften Mal gewesen: „Er braucht künftig nicht mehr einzukommen.“ (Wanderungen durch die Mark Brandenburg, An Rhin und Dosse) V/1 Christian Ludwig von der Hagen (1734-1796), Offizier im Infanterieregiment Nr. 1 des Königs von Preußen, Garnison in Berlin, kopiert 1907 durch Elise von der Hagen nach einem Gemälde von Antoine Pesne. C. L. v. d. Hagen absolvierte die Ritterakademie in Brandenburg/ Havel, stieg unter den Regimentschefs von Winterfeldt, von Lattorf (ab 1758), von Zeuner (ab 1760), von Koschembar (ab 1768), von Bandemer (ab 1776), von Kalckreuth (ab März 1778) und von Bornstedt (ab Mai 1778) vom Sekondeleutnant zum Oberstleutnant auf. 1784 nahm er den Abschied und bewirtschaftete das Familiengut in Nakel. V/2 Einträge in den Militärkirchenbüchern der Berliner evangelischen Garnisongemeinde zur Beisetzung von Angehörigen des Infanterieoffiziers Christian Ludwig von Hagen aus Stölln/Havelland in den Grüften der Berliner Garnisonkirche: (von oben nach unten) 1) totgeborenes Kind, † 3. Juli 1769, 2) Erste Gemahlin Helena Sophia Erdmuthe, geb. Freiin von Arnold, † 10. Juli 1769, 3) Zweite Gemahlin Sophia Albertine Maria, geb. v. Holtzendoff, † 2. November 1772, 4) Dritte Gemahlin, Friderike Juliane Marie, geb. von Lüderitz, † 1. März 1781, gest. an den Pocken, 5) Tochter Friderike Charlotte, † 12. März 1781, gest. an den Pocken, 6) Tochter Elisabeth Charlotte Albertine, † 21. März 1781, gest. an den Pocken 7) Vierte Gemahlin Louisa Henrietta Amalia, geb. Freiin von Vernezobre, V/3 Catharina Hedwig von der Hagen (1701-1769), geb. von Brunn, Gemahlin des Königl. Preuß. Hauptmanns Thomas Philipp von der Hagen, Mutter des späteren Präsidenten Thomas Philipp von der Hagen V/4 Wappen der Familie von der Hagen als Glasarbeit in einem Fenster der Kirche von Stölln V/5 Titelblatt der gedruckten Predigt des Pfarrers Johann Samuel Bartsch aus Hohennauen anläßlich des Todes von Catharina Hedwig von der Hagen am 9. März 1769 V/6 Stein auf dem Kirchhof von Stölln V/7 Stein auf dem Kirchhof von Stölln V/8 Stein auf dem Kirchhof von Stölln V/9 Reichsgraf Leopold Alexander von Wartensleben (1710-1775), Sohn des Feldmarschalls Alexander Hermann v. W., beigesetzt in der Familiengruft der Berliner Garnisonkirche. Er war der Bruder der Gemahlin des Präsidenten des Königlichen Oberkonsistoriums Thomas Philipp von der Hagen Drei Ehrungen für einen von Arnim Die von Arnim gehörten zu den militärischen Stützen der Berliner Garnison, als Generalfeldmarschall fand Georg Abraham von Arnim aus Boitzenburg in der Uckermark seine letzte Ruhestätte in den Grüften der Garnisonkirche. Die vom König angeordnete feierliche Leichenprozession am 5. Juni 1734 nachmittags zog sich durch die Innenstadt der königlichen Residenz Berlin vom Trauerhaus durch die Königstraße, vorbei am Rathaus und am königlichen Schloß über den Paradeplatz zur Garnisonkirche, in deren Grüften der mit violettem Samt bezogene und goldenen Tressen verzierte Sarg beigesetzt wurde. Dreimal Salut aus 12 Kanonen und das Läuten aller Glocken der Residenz verkündeten: es wird ein Kommandant der Festung Berlin zur letzten Ruhe gebettet. V/10 Georg Abraham von Arnim, 1704 zum Generalleutnant befördert V/10a Wappen des Ritters des Schwarzen Adlerordens Georg Abraham von Arnim aus dem Jahre 1715, verliehen im Lager vor Stettin für die Eroberung der Insel Wollin V/11 Charlotte Juliane von Arnim, dritte Ehefrau des Generalfeldmarschalls, 1747 ebenfalls in der Berliner Garnisonkirche beigesetzt V/12 Schreiben des Soldatenkönigs an seinen Feldmarschall, August 1733 V/13 Titelblatt der Gedächtnisrede des Berliner Garnisonpredigers Christoph Naumann zum Tode der ersten Frau des Generalfeldmarschalls von Arnim im März 1702. Da die Garnisonkirche noch im Bau war, fand die „volckreiche Versammlung“ in der Heiliggeist-Kirche statt. V/14 Kirche „St. Marien auf dem Berge“ zu Boitzenburg/ Uckermark V/15 Eingeschossige Fachwerkhäuser im Dorf Boitzenburg heute V/16 Bibliothek im Stüler-Flügel des Schlosses von Boitzenburg, Aufnahme um 1910 V/17 Baustelle Schloss Boitzenburg im Sommer 2002 Otto August Rühle von Lilienstern Der preußische General (1780-1847) entstammte einer märkischen Guts 1837 wurde er zum Direktor der Allgemeinen Kriegsschule zu Berlin ernannt. R. v. L. gab den ersten Schulatlas in Deutschland heraus, versuchte sich als erster an einer synchronistischen Geschichtsschreibung und verfasste eine Reihe philosophischer und historischer Schriften. Über die Gemahlin und über die Tochter war General Rühle von Lilienstern mit den preußischen Familien von Frankenberg und von Schleinitz verwandt. V/18 Otto August Rühle von Lilienstern, Zeichnung Wilhelm Hensel V/19 Rühles Gemahlin Henriette geb. von Frankenberg-Ludwigsdorf, verw. von Schwedhof, Gemälde Gerhard von Kügelgen V/20 Tochter Jenny, sie heiratete Julius von Schleinitz, Regierungspräsident und engen Vertrauten Kaiser Wilhelm I. V/21 Wappen der Familie Rühle von Lilienstern V/22 Auszug aus einem Lexikon noch zu Lebzeiten Rühles V/23 Zeichnung Rühles: Domberg zu Erfurt, 1809 V/24 Brief Karl August von Hardenbergs an Rühle V/25 Brief Christian von Massenbachs an Rühle V/26 Rühles bekannteste Publikation zur Niederlage von 1806 V/27 Brief Heinrich von Kleists an Rühle 1807 Die Familie von Boguslawski Auf dem Alten Garnisonfriedhof sind vier Angehörige der Familie von Boguslawski beigesetzt Generalmajor Carl Andreas (17581817), seine Ehefrau Wilhelmine (17691839), sein Enkel Generalleutnant Albert (18341905) sowie dessen Ehefrau Camilla (18481920). V/28 Carl Andreas von Boguslawski V/29 Wilhelmine von Boguslawska, Gemahlin Carl Andreas von Boguslawski V/30 Titelblatt der Übersetzung von Vergils Landbau von 1795 durch Carl Andreas von Boguslawski V/31 Titelblatt des Buches von 1809, in dem Carl Andreas von Boguslawski seine Beobachtungen als kriegsgefangener Offizier in Chalons-sur-Marne über die französische Landwirtschaft und den Weinbau in der Champagne als Brief V/32 Grabplatte für Carl Andreas von Boguslawski und Grabkreuz für Wilhelmine von Boguslawska V/33 Grabstein für Albert und Camilla von Boguslawski V/34 Albert von Boguslawski, Biographie des französischen Revolutions-Generals Dumouriez, eine der bedeutendsten Publikationen des Militärhistorikers V/35 Carl Andreas von Boguslawski, Auf Ramlers’ Grab, Berlinische Monatsschrift, Heft 2, 1798 Die Familie von Wildenbruch Auf dem Alten Garnisonfriedhof sind vier Angehörige der Familie von Wildenbruch beigesetzt Generalleutnant Ludwig v. W. (18461930), dessen Mutter Ernestine v. W., geb. von Langen (18051858), Gemahlin des Generals Anton Albert Heinrich Louis von W. (1803 1874), und der Oberst und Diplomat Heinrich Emin v. W. (18421893). Am 3. Juli 1839 wurde einen Monat nach der Geburt, Marga V/36 Grabstein mit Säule für Emin von Wildenbruch V/37 Prinz Louis Ferdinand von Preußen V/38 General Ludwig von Wildenbruch V/39 Titel der Briefsammlung Ernestine von Wildenbruchs, herausgegeben durch Albert von Boguslawski V/40 Ernestine von Wildenbruch V/41 Grabstein Emin von Wildenbruchs heute Brüder und Vettern die Keiths und die Finckensteins Das Bruderpaar schottischer Abstammung am Hofes Friedrichs II. James und George von Keith war durch die Hofmaler Christian Bernhard Rode und Adolph Menzel noch im 19. Jahrhundert berühmt. Rode hatte in einem Gedächtnisbild in der Berliner Garnisonkirche den Generalfeldmarschall James von Keith verewigt, einen der großen Helden des Siebenjährigen Krieges, der feierlich in den Grüften der Kirche beigesetzt wurde. Menzel hatte beide Brüder auf einem Bild Tafelrunde Friedrich II. in Sanssouci festgehalten. V/42 Porträt des Generalfeldmarschalls James von Keith am Denkmal für Friedrich II. in Berlin, Unter den Linden V/43 Adolph Menzel, Friedrich des Großen Tafelrunde in Sanssouci, Skizze, 1849, Ausschnitt V/44 Adolph Menzel, König Friedrichs II. Tafelrunde in Sansouci, Studie, 1849. Die Studie belegt, daß Menzel beide Brüder an Friedrichs Tafel gesetzt hatte. V/45 Tod des Generalfeldmarschalls James von Keith in der Schlacht bei Hoch V/46 Aufbahrung des in der Schlacht bei Hochkirch getöteten General V/47 Wappen der Ritters des Schwarzen Adlerordens James von Keith, verliehen wegen der Verdienste als Gouverneur von Berlin im Oktober 1749 und des Lordmarschalls George von Keith, verliehen am 21. August 1751 bei seiner Ernennung zum preußischen Gesandten am französischen Hofe V/48 Generalfeldmarschall James von Keith, Radierung von Christian Bernhard Rode nach dem Gemälde in der Berliner Garnisonkirche V/50 Albrecht Konrad Finck von Finckenstein V/51 Wilhelm Finck von Finckenstein V/52 Wappen des Schwarzen Adlerordens für Albrecht Konrad Fincks von Finckenstein V/53 Eintrag des Todes des Kommandeurs vom Kadettenkorps, Oberstleutnant Wilhelm Finck von Finckenstein, in den Militärkirchenbüchern der Berliner Garnisongemeinde am 20. August 1727 V/54 Adolph Menzel, Die Hand des Generalfeldmarschalls Keith und die Stiefel des Truchseß zu Waldburg, Bleistiftzeichnung in den Gewölben der Berliner Garnisonkirche V/55 Medaillon zu Ehren des Generalfeldmarschalls James von Keith am Obelisken im Park von Rheinsberg. Während des Siebenjährigen Krieges hatten sich Keith und Prinz Heinrich schätzen gelernt, so daß der Schotte für die Darstellung durch den Bruder des Königs ausgewählt wurde V/56 Das „Lordmarschallhaus“ in Potsdam, Lennéstraße 9, Wohnsitz des schottischen Lords George von Keith, 1764 erbaut, Geschenk des Friedrichs II. AN ODER UND SPREE Lebus, die Herren von Prittwitz und von Borstell Das Land Lebus, alter Bischhofssitz in der Mark, stand im 17. und 18. Jahrhundert für die Symbiose von kirchlicher und weltlicher Macht von Militär, Beamtentum, Grundbesitz und evangelischem Klerus beiderlei Gestalt, Reformierten und Lutheranern. Zu den Familien, die den brandenburgischen Kurfürsten Beamte und Offiziere stellten, gehörten die von Prittwitz und von Borstell die Belohnung der Fürsten und Könige waren Rittergüter, säkularisierter Kirchenbesitz und Orden. VI/1 Neuhardenberg, Ansicht vom Schloßvorhof über den ehemaligen Wassergraben mit Schloßbrücke nach Norden, um 1821 VI/2 Eintrag in den Militärkirchenbüchern der Berliner Garnison zum Tod des Generals von Prittwitz VI/3 Joachim Bernhard von Prittwitz und Gaffron, 1785 wurde er durch Friedrich II. in die Gemeinschaft der Ritter des Schwarzen Adlerordens aufgenommen VI/4 Grabplatte des Generals von Borstell auf dem Offizierskirchhof an der Linienstraße. Die Platte ist in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts bei einer „Beräumung“ verschwunden VI/5 Der bekannteste Militär aus der Familie von Borstell wird der Kavalleriegeneral und Ehrenbürger der Stadt Berlin Karl Leopold Heinrich Ludwig von Borstell, einer der berühmten preußischen Heerführer in den napoleonischen Kriegen. Er wurde 1844 auf dem Offizierskirchhof an der Linienstraße beigesetzt. VI/6 Wappen der Familie von Borstell zur Zeit Friedrich Wilhelm III., 1832 entworfen für den Träger des Schwarzen Adlerordens Karl Heinrich Ludwig von Borstell, General der Kavallerie und Armeekorps-Kommandeur VI/7 Brief des Generals Johann Bernhard von Prittwitz an einen bisher unbekannten Fürsten aus Potsdam vom 24. Oktober 1783 VI/8 General von Prittwitz, dargestellt am Denkmal Friedrichs II. in Berlin Unter den Linden VI/9 Wappen der Familie Borstell (Börstel) aus Johann Siebmachers Wappenbuch von 1605 VI/10 Wappen der Familie von Prittwitz aus Johann Siebmachers Wappenbuch von 1605 VI/11 Wappen zur Verleihung des Schwarzen Adlerordens an den Grafen von Hardenberg, verliehen durch König Friedrich Wilhelm II. am 24. Juni 1795 für den Abschluss des Baseler Friedens VI/12 Ausschnitt aus dem Gemälde von Cunningham „Rückkehr des Königs vom Manöver 1785“. General von Prittwitz (3. von rechts) ist als Chef des Regiments Gensd’armes an seinem metallisch-schimmernden Kürass zu erkennen. Südlich von Quilitz Tempelberg und Steinhöfel Die alte Kirche von Tempelberg ist das einzige steinerne Zeugnis der Pracht des Ortes, den Fontane beschrieb. Das Gut hatte Karl August von Hardenberg 1802/03 gekauft, als er sich entschloss, Abschied von seiner Heimat im Kurfürstentum Hannover zu nehmen und dauerhaft in der Mark Brandenburg zu wohnen. VI/13 Dorfkirche in Tempelberg VI/14 Dorfkirche in Steinhöfel VI/15 Königin Luise, Stich von W. Dickinson nach einem Gemälde von N. Lauer VI/16 „Einfahrt zum Landsitz“, Aquatinta nach Friedrich Gilly von J.G.Schumann, um 1799 (Schloss Steinhöfel bei Fürstenwalde) VI/17 Eintrag im Militärkirchenbuch der Berliner Garnisongemeinde über den Tod von Wilhelmine Friederica Dorothea Eleonora, geb. von Wackerhagen, Ehefrau des Obristen Adolf Friedrich von Wulffen am 10. Februar 1778 VI/18 Uniformen des Berliner Kadettenkorps zwischen 1730 und 1786 VI/19 Epitaph von Wulffen in der Dorfkirche zu Steinhöfel Die Familien von Lestwitz und von der Marwitz Die Wälder und Felder, die Kleinstädte und Dörfer östlich von Eberswalde, Bernau, Strausberg waren über Jahrhunderte der Macht der Marwitze, später auch der Lestwitze und auch der eingewanderten Finckensteins ausgesetzt. Jene Familien waren in den Ehrenbüchern der brandenburgisch-preußischen Orden zahlreich vertreten und die hochrangigen Militärs fanden in den Grüften der Berliner Garnisonkirche ihre Ruhe. Das Schloss der Finckensteins in Reitwein und das der Marwitze in Friedersdorf wurde brutal zerstört, das in Altmadlitz, Mittelpunkt einer von den Finckensteins eingeladenen Musenrunde, blieb erhalten. Erhalten blieb auch die kunsthistorisch einmalige Grabanlage der Familien von Lestwitz und von Friedland in Kunersdorf, geschaffen von Bildhauern Berlins und der Mark, die auch ihre Spuren auf dem Offiziersfriedhof in Berlin hinterlassen hatten. VI/20 General Hans Siegmund von Lestwitz (17181788), für seine Verdienste im Siebenjährigen Krieg von König Friedrich II. mit dem Gut Friedland belohnt VI/21 Helene Charlotte Frau von Friedland, Tochter des Generals Hans Siegmund von Lestwitz (17541803) VI/22 Grabmal der Henriette Charlotte von Itzenplitz (1772-1848), der Enkelin des Generals von Lestwitz, in Kunersdorf, geschaffen von Christian Daniel Rauch VI/23 Wappen der Familie von Lestwitz aus Johann Siebmachers Wappenbuch von 1605 VI/24 Eintrag in den Militärkirchenbüchern der Berliner Garnison zum Tod des Generalleutnants und Ritter des roten Adlerordens Johann (Hans) Georg von Lestwitz: „hat gedient drei Königen“ VI/25 General von Lestwitz, dargestellt am Denkmal Friedrich II. in Berlin Unter den Linden VI/26 Wappen der märkischen Familie von der Marwitz in Johann Siebmachers Wappenbuch von 1605 VI/27 Plünderung des Schlosses Hubertusburg durch preußische Truppen im Siebenjährigen Krieg, Zeichnung von Adolph Menzel. Theodor Fontane beschrieb anschaulich in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“, wie sich Oberst Johann Friedrich Adolf von der Marwitz im Jahre 1760 aus Gewissens Die Schulenburgs auf Lieberose Lieberose im Süden Brandenburgs zwischen Oder und Spree gehörte seit 1519 der aus dem Rheinland stammenden Familie von der Schulenburg. Militärs und hohe Staatsbeamte am Hof in Berlin kamen aus dieser Familie aus den Häusern Lieberose sowie Salzwedel, Tuchheim und anderen Orten der Altmark. VI/28 Schloß Lieberose, Lithographie von Alexander Duncker, um 1860 VI/29 Berliner Palais von der Schulenburg in der Wilhelmstraße, im Hintergund links, erbaut 1736/37, Stich von Johann Georg Rosenberg, 1786 VI/30 Wappen der Familie von der Schulenburg in Johann Siebmachers Wappenbuch von 1605 VI/31 Achaz von der Schulenburg (1669-1731), beigesetzt in den Grüften der Berliner Garnisonkirche VI/32 Achaz von der Schulenburg, einer der am Gerichtstisch sitzenden Offiziere, den Kronprinzen verhörend. Zeichnung von Adolph Menzel VI/33 Stuckdecken im Schloß der Familie von der Schulenburg in Lieberose, Ende des 17. Jahrhunderts VI/34 Eintrag zum Tod des Generalleutnants Achaz von der Schulenburg in dem Militärkirchenbüchern der Berliner Garnison VI/35 Trauerrede im Namen der hinterbliebenen Kinder beim Begräbnis des Generalleutnants von der Schulenburg, 1731 VI/36 Trauer-Ode in der Berliner Garnisonkirche zu Ehren des verstorbenen Generalleutnants von der Schulenburg, 1731 VI/37 Kindergrab Carl Alexander Eduard von der Schulenburg auf dem Offizierskirchhof. Die Grabplastik, eine der wertvollsten aus der klassischen Schule, ist verlorengegangen. Überliefert ist aber die Grabinschrift: “Ruhe sanft, Im Arme Deines Genius, Holder Knabe, süßer Liebling! Des Vaters Schmerz, Der Mutter Thränen, Der Freunde Wehmuth, Rangen vergebens, Mit Deinem Engel, der Dich rief.” RESIDENZ POTSDAM Berliner Askese und Potsdamer Pracht zwei ungleiche Schwestern Die Garnisonkirche in Berlin ein spartanischer und turmloser Kubus, die Potsdamer prächtig und im Höhenwettstreit mit den anderen Türmen der Stadt ? Werden Berliner und Potsdamer Garnisonkirche erinnernd miteinander verknüpft, sind es immer Bilder, die sich auf die letzten Bauten beziehen, die noch bis in die sechziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts als Ruine standen. VII/1 Der Turm der Potsdamer Garnisonkirche in einem kolorierten Stich aus dem 18. Jahrhundert VII/2 Johann Gottlob Samuel Roesel, Partie im Lustgarten des Potsdamer Stadtschlosses, 1823. Blick zum Turm der Garnisonkirche VII/3 Matthäus Seutter, Eigentliche Abbildung und Prospecte derer Kirchen, Palläst, prächtigen publiquen Gebäuen u. Statuen so in der Königl. Preußisch und Churfürstlich Brandenburgischen Residenz-Statt Berlin an zu treffen, Augsburg nach 1737, Ausschnitt, Nr. 6 markiert die turmlose Garnisonkirche VII/4 Prospekt von Potsdam, nach 1722, Kupferstich von Georg Paul Busch. Die erste Potsdamer Garnisonkirche ist mit Nr. 3 markiert. Der am 1. Januar 1722 geweihte Fachwerkbau, der dem Baumeister Pierre de Gayette zugeschrieben wird, erhob sich über rechteckigem Grundriss und war von einem allseitig abgewalmten Dach gedeckt, das mittig einen Turmaufsatz mit einer obeliskartigen Spitze und ein Glockenspiel trug. VII/5 Kanzel mit Grufteingang der Potsdamer Garnisonkirche - einige der Bild VII/6 Friedrich Wilhelm wurde in der Gruft in einem schwarzen Marmorsarg beigesetzt. Der Platz neben ihm, für seine Gemahlin reserviert, blieb zunächst frei, da sie im Berliner Dom bestattet sein wollte. Als Friedrich II. 1786 starb, wurde dessen Sarg neben dem des Vaters aufgestellt. (Postkarte) VII/7 Adolph Menzel, Gruftgewölbe der Berliner Garnisonkirche, Bleistiftzeichnung, 1873 VII/8 Siegel der Potsdamer Garnisongemeinde 1925 mit dem Adler-Sonne-Motiv Bekannte Maler - unbekannte Bilder König Friedrich Wilhelm III. ließ nach 1815 die Kirchen seiner Residenzen mit Bildwerken ausstatten. Er zog dabei Künstler heran, deren Werke er bei seinen Parisaufenthalten 1814 und 1817 kennen gelernt hatte und gab bei ihnen Gemälde in Auftrag. Hof- und Garnisonkirchen wurden vorrangig bedacht. So bestellte er bei Carl Begas d. Ä. jeweils ein Altarbild für die Berliner Hofkirche, den Dom, die Berliner Garnisonkirche und die Potsdamer Hof- und Garnisonkirche. VII/9 Carl Begas d. Ä, Taufe Jesu, 1823, im Auftrag des Königs für die Potsdamer Garnisonkirche gemalt VII/10 Carl Begas d. Ä., Ausgießung des Heiligen Geistes, um 1820, im Auftrag des Königs für die königliche Hofkirche (Berliner Dom) gemalt VII/11 Carl Begas d.Ä., Christus am Ölberg, 1823, im Auftrag des Königs für den Altar der Berliner Garnisonkirche gemalt, 1908 beim Brand der Kirche vernichtet VII/12 Wilhelm Hensel, Porträt Carl Wilhelm Kolbes, des Malers der „Himmelfahrt Christi“ in der Potsdamer Garnisonkirche“ von 1817 VII/13 August Grahl, Porträt Wilhelm Hensels VII/14 Wilhelm Hensel, Porträt August Grahls, des Malers des „Markus“ in der Potsdamer Garnisonkirche“ von 1817 VII/15 Wilhelm Hensel, Porträt Wilhelm Schadows, der für die Potsdamer Garnisonkirche 1824 das Gemälde „Geburt Jesu“ schuf VII/16 Carl Begas d. Ä., Selbstbildnis VII/17 Heinrich Anton Daehling, Pegasus wird von Musen gepflegt, 1825, Berliner Schloss, Teesalon der Königin Elisabeth. VII/18 Carl Wilhelm Kolbe, Achilleus erschlägt Penthesilea, 1825, Berliner Schloss, Teesalon der Königin Elisabeth. VII/19 Johann Gottfried Niedlich, Berliner Schloss, um 1795/97, Supraporte, Flußlandschaft VII/20 Johann Gottfried Niedlich, Neues Palais Potsdam, Klassizistische Neugestaltung der Decke, Grottensaal, 1806 Spuren der Königlichen Bauadjutanten Von den Königlichen Bau-Adjutanten oder Bau-Inspektoren sind oft keine Porträts, manchmal nicht einmal die Vornamen überliefert. So ist ein C. F. Richter (1701-1766) den Bauhistorikern bekannt, Schöpfer des Ordenspalais am Wilhelmplatz, beigesetzt im Gruftgewölbe der Berliner Garnisonkirche im Jahre 1766. Im Kirchen VII/21 Carl Friedrich Richters bekanntestes Werk - das sogenannte Johanniter-Ordenspalais am Wilhelmplatz (Bildmitte), bis 1738 im Besitz des Reichsgrafen Karl Ludwig Truchseß zu Waldburg. Aquarellierte Federzeichnung von C. H. Horst, VII/22 Eintrag im Totenbuch der Berliner Garnisongemeinde vom 8. Oktober 1766: „Herr Carl Friedrich Richter, Königl. Bau Adjutant an der Brust Wassersucht in einem alter von 65 Jahren verstorben, im Gewölbe beygesetzt“ VII/23 Tempel und Ruinen im Park von Rheinsberg, geschaffen von J. F. Friedel 1761 im Auftrag des Prinzen Heinrich, SPSG, Plansammlung 9285 VII/24 Schloss Zerbst, Ehrenhof, J. F. Friedel hatte den östlichen Flügel (rechts im Bild) 1748 gestaltet. Das Schloss brannte im April 1945 nach einem amerikanischen Luftangriff vollständig aus VII/25 Das Zedernzimmer, eine der schönsten Rokokoschöpfungen im Zerbster Schloss, entworfen von Knobelsdorff, ausgeführt von J. F. Friedel VII/26 Garnisonkirchhof: Urne auf dem Grabhügel Johann Friedrich Friedels mit den eingemeißelten Lebensdaten der Söhne an der Nordseite VII/27 Eintrag im Totenbuch der Berliner Garnisongemeinde vom 26. September 1793: „Herr Johann Friedrich Friedel, Königlicher Gouvernements Bau Adjutant und Rendant der Baukasse, Alter 71 Jahre und 4 Monate, gebürtig in Berlin, Lutherischer Religion, hinterläßt angeblich 1 Frau 2 Söhne und 3 Töchter, wovon 4 Majorenn und 1 Minorenn ist, wohnhaft hinter der Garnison Kirche in der Bastion, an der Entkräftung. Gestorben d. 23ten September, begraben d. 26ten September auf unserem Garnison Kirchhof beerdigt worden“ VII/28 Gebäude der Berliner Garnisonschule vor dem durch J. F. Friedel geleiteten Umbau, gezeichnet von Walther, Stich von Busch 1743 VII /29 Schreiben des Königlichen Bau-Adjutanten Friedel vom November 1785 an das Ober-Bau-Departement, in dem er um einen „unparteyischen Revisor“ bittet, um seine durch den Vorwurf der Veuntreuung von königlichen Geldern beschädigte Ehre zu retten VII/30 Sanssouci, Grundriss mit den Seitenflügeln ohne die Kolonnaden, J. F. Friedel zugeschrieben, Federzeichnung koloriert, wohl 1745, SPSG Plansammlung Nr. 17 Die Potsdamer Garde und der Berliner Feldbischof Die Gemeinde der Potsdamer Garnisonkirche zwischen 1918 und 1933 war politisch und kulturell konservativ, streng deutsch-national ausgerichtet. Die Republik hatte ihr 1929 den Titel einer königlichen Hofkirche genommen, aber die Symbolik des nach der Sonne strebenden Adlers lassen müssen. Der Gemeinde VII/31 Militärpfarrer bei der feierlichen Vereidigung in Ruhleben, 7. November 1935 VII/32 Auch unter den Potsdamer Militärgeistlichen war der Gegensatz zwischen Vertretern der „Deutschen Christen“ und der „Bekennenden Kirche“ schon im September 1934 offensichtlich VII/33 Eine Kompanie der Wehrmacht beim Abmarsch aus dem Gottesdienst in der evangelischen Waldkirche von Döberitz, 1937 VII/34 Ehemalige Militärpfarrer der Wehrmacht bei einem Treffen 1961. Rechts außen Johannes Doehring, vierter von links Pfarrer Radtke VII/35 Feldbischof Franz Dohrmann, seit April 1943 im Amt. Biographen Dohrmanns und Militärhistoriker gehen davon aus und die Akten bestätigen es , dass die Personalpolitik des Feldbischofs tendenziell auf eine Bevorzugung von Pfarrern der gemäßigten „Bekennenden Kirche“ im Heer und auf eine Ablehnung der Bewegung der „Deutschen Christen“ hinauslief. VII/36 Dohrmann war sich der politischen Brisanz seines Handelns bewusst. Das zeigt ein Schreiben des Evangelischen Konsistoriums der Kirchenprovinz Westfalen an den Evangelischen Oberkirchenrat, in dem die Zusammenarbeit von Militärbehörden und Gestapo bei der Ablehnung von vorgeschlagenen Pfarrern für die Übernahme die Militärseelsorge beklagt wird. Eine Abstimmung mit Dohrmann war erforderlich, sie erfolgte mündlich VII/37 Schreiben Franz Dohrmanns an Friedrich Hymmen, April 1944 VII/38 Das Gebäude der Berliner Feldpropstei im 18. Jahrhundert, Stich von G. P. Busch nach einer Zeichnung von J. F. Walther. Franz Dohrmann hatte in diesem Gebäude Wohnung und Diensträume VII/39 Die im Zweiten Weltkrieg 1943 zerstörte grüne Oase in der Großstadt Berlin: Garnisonkirche (Nr. 211) und Feldpropstei, Pfarrhaus (210) und S-Bahnhof Börse (209)
Frauen und Männer mit Zivilcourage Systemtreue, Angepasste und Unangepasste, Rebellen wider das System - alles das gab es auch unter den Militärpredigern in Potsdam. VII/40 August Hermann Francke am Tisch des Königs. Zeichnung von Adolph Menzel. Friedrich Wilhelm I., der Gönner Franckes, strafte nicht nur, ihn interessierten die theologische Grundlage des Pietismus und der Gegensatz zwischen Francke und den Radikalen. Er suchte das Gespräch mit Tuchtfeld. Hofpredigers Schmidt verteidigte Tuchtfeld und wies den Einwand zurück, ein Dorfprediger dürfe den Fürsten nicht öffentlich kritisieren: Tuchtfeld sei die Stimme des schweigenden Volkes, ein Dorfprediger sei in Preußen nicht minder ein Prophet als ein Hof- oder Stadtprediger, “und solches soviel mehr, so diese schweigen und mit einer erkannten Wahrheit zurückhalten. Amos kam ja auch VII/41 Freiherr Carl Hildebrand von Canstein (1667-1719); Tuchtfelds versuchte Einflussnahme auf Soldaten und junge Offiziere beunruhigen Francke, den Freiherrn von Canstein, die mit ihnen verbündeten Generale, sogar den König. VII/42-43 Francke und seine Freunde im Militär Generalfeldmarschall Dubislaw Gneomar von Natzmer (rechts) und General Curd Hildebrand von Loeben (links) bekämpften Tuchtfelds urkommunistische Theorien. Sie unterdrückten wissenschaftliche und theologische Gutachten über Tuchtfeld. VII/44 1859 begeht Berlin den 100. Geburtstag Friedrich Schillers. Der Magistrat beauftragt Sydow mit der Rede zur Grundsteinlegung eines Denkmals auf dem Gendarmenmarkt. Die konservative Hofpartei und persönlich Willhelm I. Prinzregent, später preußischer König und deutscher Kaiser haben das Denkmal nicht verhindern können, nun wollen sie die Feier in ihrer Wirkung begrenzen. Wenn schon der populäre Sydow Redner sein soll, dann aber in “Zivil”, nicht im Talar eines Pfarrers der Landeskirche. Sydow antwortet auf die Provokation: “Sagen Sie Sr. Königlichen Hoheit, der Talar sei meine Uniform, und er würde doch keinem Offizier eine Handlung zu vollziehen gestatten, zu der er genöthigt sei, seines Königs Rock vorher auszuziehen.” Wie Menzel dokumentiert, hat Sydow die Rede im Talar gehalten. VII/45 Militärisches Ehrenbegräbnis für den Rittmeister Gero von Gersdorff, nach Aussagen seines in den USA lebenden Bruders bei einem geheimen Kurierflug für die militärische Widerstandbewegung um Henning von Tresckow Anfang 1942 abgestürzt. Kein Porträt gibt es von Dr. Wilhelm von Braun, einem Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime, der im KZ Buchenwald umgebracht wurde und den die Familie 1941 auf dem Berliner Garnisonfriedhof beisetzen ließ VII/46 Rittmeister Gero von Gersdorff VII/47 Bertha von Gersdorff, von der Roten Armee 1945 aus einem Berliner Gestapo-Gefängnis befreit. VII/48 Joachim von Stülpnagel (1880-1968), als General der Infanterie a.D. wohnhaft in Babelsberg, Ludwig-Troststr. 15, kommandierte am 1. Januar 1900 als Leutnant im 1. Garderegiment zu Fuß das Fahnen- und Standartenkommando im Berliner Zeughaus zum Neujahrsempfang (x). Ab 1920 Abteilungsleiter für Personal im Reichswehrministerium und Berater des Generals von Seeckt beim Aufbau der Reichswehr tätig, wurde er 1926 zum Obersten, 1929 zum Generalleutnant und Chef des Wehrkreises III (Provinzen Brandenburg, Ober- und Niederschlesien) befördert. VII/49 General der Infanterie Joachim von Stülpnagel nahm 1931 aus politischen Gründen seinen Abschied, arbeitet als Journalist und gründete 1936 den Verlag „Die Wehrmacht“. Er wurde 1939 reaktiviert, aber nach einigen Tagen wegen offizieller Erklärungen gegen die Hitlersche Kriegspolitik aus der Wehrmacht entlassen. Wegen seiner Kontakte zu Widerständlern wurde er im August 1944 verhaftet, konnte aber das NS-Regime überleben. Sein Schwiegersohn, Hans-Alexander von Voß, einer der Verschwörer des 20. Juli, entschied sich im November 1944 für den Freitod. VII/50-51 Helene von Stülpnagel, geb. von Hülsen, aus Lindhorst/Uckermark, 1928 (links). Sie war die Ehefrau eines Cousins Joachims von Stülpnagel. Bodenreformurkunde (rechts) für Helene von Stülpnagel. Das Familienarchiv belegt, dass die Behörden auf Initiative eines sowjetischen Offiziers handelten, der dieser Frau für ihre Menschlichkeit und Hilfe danken wollte, die sie trotz scharfer Strafandrohung russischen, polnischen und ukrainischen Zwangsarbeitern in den Kriegsjahren auf ihrem Gut entgegengebracht hatte. Diese Maßnahme war eine äußerst seltene Ausnahme in jenen Zeiten. Schon 1947 machten die Behörden die Entscheidung rückgängig und verfügten die Ausweisung der Bäuerin aus dem Kreis. Frau von Stülpnagel musste ihre Heimat verlassen. Sie übersiedelte nach Berlin (West). VII/52 Gutshaus Lindhorst, Zeichnung eines Flüchtlingskindes, 1950 (Familienarchiv von Stülpnagel) Vitrine 1 I/21 Großes Adler-Wappensiegel Kurfürst Friedrich Wilhelms von Brandenburg, Nachbildung GStAPK, VIII. HA, Sammlung IV, Abt.I, Nr. 38 (Siegelstempel), seit 1648. Auf dem Siegelbild ist ein bewehrter und mit dem Kurhut gekrönter Adler zu sehen, dessen Flügel mit 24 Wappenschilden der einzelnen Landesteile belegt ist. I/22 Carl von Neander von Petersheiden, Neue anschauliche Tabellen von der gesammten Residenz-Stadt Berlin, Berlin 1801. Der Autor war Artillerieoffizier und Militärkartograph, hatte sich nach dem Ausscheiden aus dem Militärdienst mit topographischen Themen beschäftigt und war in Berlin als Publizist tätig. IV/72 Georg Goens Geschichte der Garnisonkirche I/28 Emil Frommel, Erlebtes, herausgegeben von Adolf Neef, Stuttgart 1927 Modelle und einzelne Bilder I/23 Garnisonkirche Berlin, 1703 1720, Modell, hergestellt in der Modellbauabteilung der Gesellschaft für Arbeitsförderung Berlin-Lichtenberg, Entwurf und Durchführung Norbert Schulze, 2003 I/26 Todesengel vom Grabmal Teichert, Gipsmodell II/40 Die um 1730 entstandene Zeichnung von Johann Friedrich Walther zeigt das Ausmaß der Explosion sowie zusätzliche Details des Kirchenbaus Vitrine 2 I/70 Postkarte nach einer Photographie von A. Schwartz, Heiliggeistkirche 1887 I/71 Die Heiliggeistkapelle um 1900, Postkarte aus den 30er Jahren I/25 Siebmachers Wappenbuch von 1605, Wappen der Familie von der Hagen II/44 Terracottapfosten mit antikisierendem Kapitell und Resten der Bleiverglasung von dem in die hohen Rundbogenfenster eingebauten Pfosten- und Gebälkwerk, Garnisonkirche von 1863, wahrscheinlich aus der Marchschen Tonwarenfabrik in Charlottenburg, geborgen bei Tiefbauarbeiten im Jahre 1998 II/74 Bethlehemkirche, um 1911, koloriert, Postkarte II/75 Berlin Waisenkirche mit neuer Waisenbrücke 1907, Postkarte II/76 Berlin Waisenkirche mit alter Waisenbrücke 1888, Postkarte II/77 Hugo Vogel, Friedrich Wilhelm I. beim Bau der Mauerstraße in Berlin, Postkarte aus den Jahren 1933/34 II/78 Berlin. Burgstraße mit Börse und Dom, um 1909, koloriert, Postkarte II/79 Hackescher Markt um das Jahr 1781 nach einem Stich von J. Rosenberg, Postkarte II/83 Die alte Herkulesbrücke 1868, Postkarte II/84 Postkarte Berlin Circus Busch, mit Blick auf die Friedrichsbrücke und die westliche Burgstraße, Postkarte II/85 Postkarte Berlin. Spandauer Straße mit Blick auf das Rathaus, um 1900, Postkarte II/86 Die alte Herkulesbrücke im Jahre 1890, Postkarte II/87 Die alte Garnisonkirche in Berlin in Flammen, Postkarte II/88 Das Kronprinzenpaar bei der Brandstätte der alten Garnisonkirche in Berlin, Postkarte II/89 Die durch Feuer zerstörte alte Garnisonkirche in Berlin. Einsturz des Kronleuchters, Postkarte II/90 Die durch Feuer am 13. April 1908 zerstörte alte Garnisonkirche in Berlin. Überreste der Kanzel und des Altars, Postkarte II/91 Alte Garnisonkirche Neue Friedrichstraße. Wiederaufbau nach dem Brand am 13. April 1908, Zeichnung J. Zuckert, Postkarte II/92 Berlin C2 Die alte Garnisonkirche, erb. 1722, links daneben das Pfarrhaus, Photographie um 1909, Postkarte II/93 Luftbild Berlin Zentrum um 1926, am oberen rechten Bildrand die Garnisonkirche (Pfeil), Photoaufnahme, Postkarte Vitrine 3 III/62 Johann Friedrich Walther „Historische Nachricht ...“ 2. Auflage 1743 II/80 Gneisenaustraße mit neuer protestantischer Garnisonkirche, um 1907, koloriert, Postkarte II/81 Neue Garnison-Kirche, Hasenheide, um 1902, Postkarte II/82 Zweite Katholische Garnisonkirche, (Kreuzberg, Züllichauer/Lehniner Straße), Postkarte II/94 Berlin Kreuzbergpanorama mit Blick auf die zweite protestantische Garnisonkirche und die zweite katholische Garnisonkirche, um 1907, Postkarte II/95 Neue Garnison-Kirche, um 1900, Postkarte III/90 Salon du Palais de la Conversation, Zeichnung von Tony Johannot, Stahlstich von Charles Heath III/93 Stahlstich Carl Frommel III/94 Orgelpfeifen aus der Wagner-Orgel des Doms St. Marien zu Brandenburg/Havel., eingebaut im Jahre 1964, ausgebaut im Jahre 1997 durch die Firma Schuke a) Pedal, Mixturregister, Ton DIS III/95 Orgelpfeife b) Quintregister Ton F III/96 Gips-Medaillon Greiffenberg III/99 Menzel und Kaiser: Se. Majestät Kaiser Wilhelm II. und Excellenz A. v. Menzel das Gemälde des Malers v. Kossak: “Die Schlacht bei Zorndorf“ besichtigend, Postkarte III/100 Brauchitsch-Wappen Vitrine 4 IV/14 MKB Springmann IV/14a Grabungsfunde Gemeinenfriedhof, Emaille Grabkreuz Springmann IV/14b Grabungsfunde Gemeinenfriedhof, Flasche IV/40 Königsberg i. Pr., Kaiser-Wilhelm-Platz mit Schloß, um 1929, koloriert, Postkarte IV/41 Königsberg i. Pr., Zur Erinnerung an die 2 Jahrhundertfeier des Königreichs Preußen 1701-1901, koloriert, Postkarte IV/42 Königsberg i. Pr., Schlosshof. Eingang zum Blutgericht, der Wirkungsstätte von einem der Gerichtsräte aus der Familie von Tettau IV/44 Garnisonkirche Potsdam, vor 1939, Postkarte IV/45 Garnisonkirche Potsdam, Innenansicht, vor 1939, Postkarte IV/46 Gruft der Potsdamer Garnisonkirche, März 1933, Postkarte IV/47 Die Gruft der Potsdamer Garnisonkirche mit fahnengeschmückten Särgen der preußischen Könige Friedrich Wilhelm I. und Friedrich II., kolorierte Zeichnung von E. W. Eiland, Dresden, undatiert, Postkarte IV/48 Das Potsdamer Stadtschloss mit Blick auf den Turm der Garnisonkirche, Postkarte IV/49 Kolonnaden am Potsdamer Stadtschloss vor dem Lustgarten mit Blick auf die Garnisonkirche, um 1910, Postkarte IV/50 Panorama der Stadt Potsdam vor 1939, Postkarte IV/51 Carl Andreas von Boguslawski, Tassilo, Breslau 1821 IV/52 Carl Andreas von Boguslawski, Diokles, Berlin 1814 IV/53 Revolutionsalmanach von 1798, Porträt Buonaparte IV/54 Gips Holtzendorff Warschau Victoria IV/55 Tettau Oblatendose IV/56 Revolution 1918, Redner vor dem Schloss am 9. November, Postkarte Vitrine 5 IV/57 Die Franzosen in Schöneberg 1807, Postkarte IV/58 Eisernes Kreuz Teichert, 1813 IV/59 Familienbuch Teichert I/8 Initialen König Friedrich Wilhelm I. vom Prospekt der Wagner-Orgel aus der evangelischen Kirche von Pritzerbe, bemaltes Holz I/9 Schwarzer Preußischer Adler vom Prospekt der Wagner-Orgel aus der evangelischen Kirche von Pritzerbe, bemaltes Holz IV/1a Geistliche und Liebliche Lieder, Johann Porst, Berlin 1845 IV/67 Berlin Unter den Linden Aufziehen der Schlosswache, vor 1914, koloriert, Postkarte IV/68 Kaserne 2. Garderegiment zu Fuß, um 1902, Postkarte IV/69 Das 2. Garderegiment zu Fuß vor dem Zeughaus, um 1912, Postkarte IV/70 Berlin Mittagskonzert im Lustgarten, 2. Garderegiment zu Fuß, koloriert, um 1913, Postkarte IV/71 Berlin Unter den Linden Kaiser Wilhelm II. an der Spitze der Fahnen Compagnie, 2. Garderegiment zu Fuß, Postkarte IV/73 Emil Frommel, In zwei Jahrhunderten. Freud und Leid im Leben einer alten Pfarrerin, Berlin 1883 IV/97 Katholische St. Michael Kirche, Blick von Osten, Postkarte mit Aufkleber „Garnison-Kirche“ IV/98 Michaelkirche, Blick von Süden auf die Vorhalle, Postkarte IV/99 Michaelskirche, Blick von Süden mit Parkanlagen, nach Zuschüttung des Kanals um 1930, Postkarte IV/100 Michaelskirche, Blick von Südwesten, mit Porträt eines Pfarrers, um 1915, Postkarte IV/101 Michaelskirche, Blick von Süden, im Vordergrund der Luisenstädtische Kanal mit Lastkahn, undatiert, Postkarte IV/102 Michaelskirche im Jahre 1859, nach einem Stich von L. Deder, im Vordergrund der Luisenstädtische Kanal mit Kähnen, Postkarte IV/103 Michaelskirche, Blick auf den Vorplatz, Postkarte Vitrine 6 VI/38 Raseneisenstein aus Bärwinkel. Das ehemalige Verwalter- und Molkenhaus auf dem Vorwerk Bärwinkel bei Neuhardenberg ist eines der ersten Werke des Architekten Karl Friedrich Schinkel. Raseneisenstein wurde für den Bau dieses neoromanischen, heute unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes in Gestalt einer frühchristlichen Basilika aus den Jahren 1802/1803 als Material eingesetzt. Auch in anderen Orten der Region wie Heinersdorf wurde dieses Baumaterial genutzt, das ansonsten als Rohstoff für den Eisenkunstguss bekannt war. VII/53 Druckschrift Johannes Doehring, Ansprache vor Konfirmandinnen der Garnisongemeinde Potsdam, 1938 (Signatur 80/337) VII/54 8 Fotos von Entwürfen eines Brustkreuzes für evangelische Militärpfarrer der Wehrmacht (Signatur 704/30) VII/55 Entwurf eines Brustkreuzes für evangelische Militärpfarrer der Wehrmacht, Zeichnung auf Transparentpapier (Signatur 704/30) VII/56 Armbinde für evangelische Militärpfarrer der Wehrmacht (Signatur 704/30) VII/57 Metallkreuz für evangelische Militärpfarrer der Wehrmacht an Metallkette(Signatur 704/30) VII/58 Metallkreuz für evangelische Militärpfarrer der Wehrmacht am Bande(Signatur 704/30) VII/59 5 Fotos von der Vereidigungszeremonie in Ruhleben 1937 (Signatur 704/18) VII/60 Druckschrift zur Glockenweihe in der Garnisonkirche Potsdam am 21. Mai 1939 (Signatur 704/18) VII/61 Druckschrift zur Feier der Einweihung einer Gedenktafel für die im Weltkrieg gefallenen Kameraden der 4. Garde-Infanterie Division am 13. Mai 1922 in der Berliner Garnisonkirche (Signatur 704/18) VII/62 Druckschrift zur Gedächtnisfeier für die Toten des Segelschulschiffes NIOBE in der Berliner Garnisonkirche am 7. August 1932 (Signatur 704/18) VII/63 Postkarte: Predigerhaus der Garnisonkirche Berlin (Signatur 704/18) VII/64 Druckschrift zum Festgottesdienst in der Garnisonkirche Berlin am 2. Oktober 1932 zum 85. Geburtstag Hindenburgs (Signatur 704/18) VII/65 Druckschrift zum Festgottesdienst in der Garnisonkirche Potsdam zum 200. Jahrestag des Bestehens (Signatur 704/18) VII/66 Druckschrift zur Christvesper 1935 in der Garnisonkirche Berlin (Signatur 704/18) VII/67 Druckschrift zur Jahresabschlussfeier 1936 in der Garnisonkirche Berlin (Signatur 704/18) VII/68 Druckschrift zum Festgottesdienst des Kyffhäuserbundes am 24. Januar 1935 in der Garnisonkirche Berlin (Signatur 704/18) VII/69 Einladung des Generals von Witzleben zur Einführung von für Militärpfarrer Radtke als Wehrkreispfarrer III am 27. Februar 1938 (Signatur 704/18) VII/70 Foto: Gruppe von ehemaligen Militärpfarrern, nach 1961(Signatur 704/57) VII/71 Visitenkarte des Generals Joachim von Stülpnagel (Signatur 704/57) VII/72 Befehl vom 8. August 194 zur Teilnahme des ev. Wehrkreispfarrers an einer öffentlichen Kundgebung (Signatur 704/57) VII/73 General der Infanterie Freiherr von Fritsch, Generaloberst von Seeckt und Oberst Seifert bei der Vereidigungszeremonie in Ruhleben 1937 (Signatur 704/57) VII/74 Foto: Kompanie beim Ausmarsch aus der Waldkirche von Döberitz (Signatur 704/57) VII/75 Mitteilungsblatt für die evangelische Militärseelsorge Nr. 1 (Oktober 1936, Signatur 704/21) VII/76 Mitteilungsblatt für die evangelische Militärseelsorge Nr. 5(Signatur 704/21) VII/77 Druckschrift Predigt Feldbischof Dohrmanns am 2. Oktober 1935 bei der Weihe der Hindenburggruft am Denkmal Tannenberg (Signatur 704/73) VII/78 Druckschrift Gedächtnisrede für Paul von Hindenburg durch Feldbischof Dohrmann am 7. August 1934 (Signatur 704/73) VII/79 Deutsche Allgemeine Zeitung vom 9. August 1944 (Signatur 704/53) VII/80 Foto: Soldaten beim Gottesdienst in der Waldkirche von Döberitz (Signatur 704/19) Abbildungsnachweis, Leihgeber und Quellen I 1 Eduard Vehse, Illustrierte Geschichte des preußischen Hofes des Adels und der Diplomatie vom großen Kurfürsten bis zum Todes Kaiser Wilhelms I., Stuttgart 1901 ff 2 Stiftung Stadtmuseum Berlin 3 Archiv Förderverein 4 Stiftung Stadtmuseum Berlin 5 Dommuseum Brandenburg/Havel 6-7, 12, 14 Archiv Förderverein 8-9 Evangelische Kirchgemeinde Pritzerbe 10-11 Landesdenkmalamt Berlin (LDA), Archiv 13 Staatliche Museen Berlin PK, Museum für Volkskunde 15 Georg Liebe, Der Soldat in der deutschen Vergangenheit, Leipzig 1899 16 gstapk HA VIII, MKB 17 Ehrenbuch des deutschen Heeres, Bd. 1, Berlin 1928 18 Eduard Vehse, Illustrierte Geschichte des preußischen Hofes des Adels und der Diplomatie vom großen Kurfürsten bis zum Todes Kaiser Wilhelms I., Stuttgart 1901 ff 19 BLHA Potsdam, Pr. Rep. 23 A Kurmärk. Stände A 40 20 Georg Liebe, Der Soldat in der deutschen Vergangenheit, Leipzig 1899 21 gstapk vill, HA, Sammlung IV, Abt.1, Nr. 38 (Siegelstempel) 22 26 Archiv Förderverein 28, 36, 38-39 Archiv Förderverein 29-30, 34-35 Archiv Dr. Barbara Kündiger 31, 33 Archiv D. Weigert 32 Archiv Schloss Boitzenburg 37 Archiv Heimatverein Neuhardenberg 40, 47 Die Ritter des Königlich Preußischen Hohen Ordens vom Schwarzen Adler und ihre Wappen, Berlin 1901 41-42 Archiv Dr. Barbara Kündiger 43 Archiv Förderverein 44 Archiv Dr. Barbara Kündiger 45-46 Archiv Förderverein 48-49 Archiv D. Weigert 50 52, 56 Archiv Förderverein 53 Archiv Andreas Kitschke 54 SBB SPK, Musikabteilung 55 Kleist Museum Frankfurt/Oder 57, 64 Die Ritter des Königlich Preußischen ... 58 GSMPK HA VIII MKB 59, 62 Archiv D. Weigert 60-61, 63 Archiv Förderverein 65 Kreismuseum Rathenow 68 69 SSB PK 70-71, 74 Archiv Förderverein 75 Stiftung Stadtmuseum Berlin II II/1-3 Staatsbibliothek PK, Kartensammlung 4-5, 10-13 Archiv Förderverein 6, 19, 34 gstapk 7 Stiftung Stadtmuseum 8 Georg Goens, Geschichte der Berlinischen Garnisonkirche, Berlin 1897 9 Kunstbibliothek PK 14, 20 LDA 15 Stiftung Stadtmuseum 16 18 KBB PK 21 26, 28 30, 35-36 Archiv Förderverein 27 SSB PK Kartenabteilung, Sign. SX 17300 31, 32 Grabdenkmäler in Berlin und Potsdam aus der Zeit der Neubelebung des antiken Stils, Berlin 1905 33 Stiftung Stadtmuseum 37-38 SBB PK 39 Eduard Vehse, Illustrierte Geschichte des preußischen Hofes des Adels und der Diplomatie vom großen Kurfürsten bis zum Tode Kaiser Wilhelms I., Stuttgart 1901 ff, 40 Archiv Förderverein 41 43 Stiftung Stadtmuseum Berlin 44, 46, 48, 52, 54-55 LDA 45 gstapk 47, 49 51, 56 Archiv Förderverein 53 KBB PK 57 Archiv Dr. Heinrich Lange 58 LDA, Archiv Förderverein, Recherchen von Dr. Heinrich Lange und Harry Nehls, Berlin 59 62, 66-67, 71, 74 86, 88 89 Archiv Förderverein 63 65, 68-70, 72-73 LDA 87 Archiv Dr. Barbara Kündiger III III/1 Archiv Förderverein 2 5 LDA 6 Frau Irmtraud Thierse, Berlin 7 Archiv Förderverein 8 PetriGemeinde Berlin 9 Kunstbibliothek PK 10 12 LDA 13-13a, 15 Förderverein 14 SBBPK: Leichenpredigten auf adeliche Frauen, Ee 619 16, 19, 20, 23 Kunstbibliothek PK 17-18, 21-22, 24-25, 31 Archiv Förderverein 26a gstapk HA VIII MKB 27 29, 34-35 SBB PK, Kartenabteilung 30 Die Ritter des Königlich Preußischen Hohen Ordens ... 32 Landesarchiv Berlin 33 Archiv Dieter Weigert 36 38 SBB PK, Historische Drucke 38a NGA Totenbücher 39 43 Kunstbibliothek PK 44 55, 60 61 Archiv Förderverein 56 59 SBB PK 62 Bibliothek der Humboldt Universität zu Berlin 63 71 SBB PK, Kartenabteilung 72 74 Evangelisches Pfarramt Pritzerbe 75 80, 82-83 Archiv Förderverein 81, 84 85, 97 SBB PK 87 88, 92 94 Stiftung Stadtmuseum Berlin 91 Institut für Musikwissenschaft PK Berlin 95 Georg Goens ... 96 Institut für Musikwissenschaft PK Berlin 98 Archiv Förderverein; nach einem Hinweis von Andreas Kitschke, Potsdam IV IV/1-2 LDA 3, 5, 8-9, 12, 19-20, 26 28, 30-35 Archiv Förderverein 4, 6, 7 SBB PK 10 11, 14a Archiv Jeannette Fester 13-14 GSMPK HA VIII MKB 15 Stiftung Stadtmuseum 16 gstapk 17 Archiv Dieter Weigert 18, 21-22, 24-25 SBB PK 23 Die Ritter des Königlich Preußischen Hohen Ordens vom Schwarzen Adler... 29 Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin Brandenburg 36 GSMPK HA VIII MKB 37 Eduard Vehse ... 38 Sächsisches Staats und Landesarchiv Dresden 38a LDA 39 Die Ritter des Königlich Preußischen Hohen ... 40 55 Archiv Förderverein 43 SBS PK 56 Petrigemeinde Berlin 57 59, 67 77, 80, 83 Archiv Förderverein 78 Ferdinand Schmidt, Preußens Geschichte in Wort und Bild, Bd. 11, Leipzig o. J. 79 GleimHaus Halberstadt 81 Bibliothek der Humboldt Universität zu Berlin 82 Kunstbibliothek PK 84 Die Ritter des Königlich Preußischen Hohen Ordens ... 85 Archiv Förderverein, Familie von Brauchitsch 87 Archiv Gisela Berg, Berlin 88 gstapk HA VIII MKB 90 Gustaf Lehmann, Die Ritter des Ordens pour le mérite, Berlin 1913 91 Archiv Dr. Barbara Kündiger 89, 92, 94 96, 98 Archiv Förderverein 93, 99 100 GSMPK HA VIII MKB 97 Georg Goens 101 105, 108 109, 112, 114 116 Archiv Förderverein 110 Archiv Alexander Langenheld, Berlin 111 Georg Goens 117 GSMPK HA VIII MKB 119 Georg Goens 120, 135 LDA 121 124 Archiv Gisela Berg, Berlin 125 134, 136, 150 Archiv Förderverein 137 140 Landesarchiv Berlin Rep. A 4671 141 Archiv Jeannette Fester V V/1, 3 Familie von der Hagen, Stölln 2 gstapk, HA VIII, MKB 4 8, 42 Archiv Dr. Barbara Kündiger 9 - 10, 12, 19 - 27, 36 - 41, 43 46 Archiv Förderverein 11 Die Ritter des Königlich Preußischen Hohen ... 13, 18 SBB PK 14 15, 32 35 Archiv Dieter Weigert 16 Archiv Schloss Boitzenburg 28 31 Archiv Familie von Boguslawski, Frau Carola Howaldt, Berlin 47, 52 Die Ritter des Königlich Preußischen Hohen ... 48 Kupferstichkabinett SMB PK 50 51 Archiv Förderverein 53 GSMPK, HA VIII, MKB 54 Kupferstichkabinett SMB PK 55 56 Archiv Dr. Barbara Kündiger VI VI/1 Archiv Heimatverein Neuhardenberg 2 GSMPK, HA VIII, MKB 3, 7 Archiv Heimatverein Neuhardenberg 4 5, 9 10, 12 Archiv Förderverein 6, 11 Die Ritter des Königlich Preußischen Hohen ... 8, 22 Archiv Dr. Barbara Kündiger 13 14 Archiv Dieter Weigert 15 Eduard Vehse ... 17 GSMPK HA VIII MKB 16, 18 21, 23 Archiv Förderverein 24 gstapk HA VIII MKB 25 33, 37 Archiv Förderverein 34 gstapk HA VIII MKB 35 36 SBB PK 38 Archiv Heimatverein Neuhardenberg VII VII/1, 3, 4 SBBPK, Kartenabteilung 2, 9 Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten, Potsdam (SPSG) 5-6, 11 Archiv Förderverein 7 Kupferstichkabinett Berlin SPK 8 Evangelisches Zentralarchiv Berlin 10 Union Verlag Berlin 12-16 SBB PK 17-19, 21 LDA 20, 23, 30 SPSG 22 (gstapk MKB Fiche 916/610/555), 27 (gstapk, MKB 935/1038) 24-26, 28 Archiv Förderverein 29 gstapk, HA Generaldirektorium, Ober-Bau-Departement, Nr. 217, Bl. 75 31 EZA, Signatur 704/18, 32 (Signatur 1/A4/34), 33 (Signatur 704/19), 34 (Signatur 704/57), 36 (Signatur 7/4240), 37 (Signatur 7/4267), 53-80 35, 38-43 Archiv Förderverein 44 Stiftung Stadtmuseum Berlin 45-47 Familienarchiv von Gersdorff 48-52 Familienarchiv von Stülpnagel Impressum Träger der Ausstellung ist der Förderverein Alter Berliner Garnisonfriedhof e. V. Wissenschaftliches Konzept: Dr. Barbara Kündiger, Dr. Dieter Weigert Inhaltliche Mitarbeit und Recherchen: Dr. Horst Helas, Reinhold Kirsten, Jeannette Fester, Gisela und Heinz Berg, Dr. Heinrich Lange, Harry Nehls, Andreas Kitschke, Christiane Mokroß Gestaltung: Heike Bollmann, Dr. Barbara Kündiger Management: Dr. Dieter Weigert Technische Ausführung: Tischlerei Dieter Butschke, Neuhardenberg; Edmund Bollmann, Berlin Presse und Öffentlichkeitsarbeit: Reinhold Kirsten Die Ausstellung wurde finanziert durch die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung sowie finanziell unterstützt durch folgende Sponsoren: Familienverband von Stülpnagel, gräfliche Familie Finck von Finckenstein. Dank sei folgenden Leihgebern gesagt: Bibliothek der Humboldt Universität zu Berlin, Staatliche Museen zu Berlin, Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz Berlin, Dommuseum Brandenburg/Havel, Evangelische Pfarrgemeinde Pritzerbe, Evangelische Petrigemeinde Berlin, Evangelisches Zentralarchiv Berlin, Bezirksamt Mitte von Berlin, Bauarchiv; Kupferstichkabinett PK Berlin, Familie von der Hagen, Stölln; Familie von Stülpnagel, Potsdam und Lindhorst Die Ausstellungsleitung drückt darüber hinaus folgenden Personen den besonderen Dank für ihr Engagement aus: Dr. Brigitte Binder, Dieter Frommel, Rüdiger von Voß, Jutta von Bültzingslöwen, Dr. Peter Rohrlach, Alexander Langenheld, FritzPeter Hoppe, Dr. Hans Romeyke, Alexander von Stülpnagel, Stefan Graf Finck von Finckenstein sowie den vielen Mitgliedern des Heimatvereins und des Fördervereins SchinkelKirche Neuhardenberg. Kontakt: Dr. Dieter Weigert, Förderverein Alter Berliner Garnisonfriedhof Berlin e. V., www.garnisonfriedhof-berlin.de e-mail: vorstand@garnisonfriedhof-berlin.de Konto für Spenden: 63 62 24 16, Sparkasse Berlin, BLZ 100 500 00
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