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Im Trümmerfeld Berlin war die zerstörte Garnisonkirche
nur eine Ruine unter tausenden. So wurde es still um die Kirche. Im Herbst
1947 berichteten Zeitungen über Plünderungen in den Grüften.
Man sei in die offenen Gewölbe eingestiegen, habe nach Wertsachen
gesucht, sich am Holz der Särge bedient, die Sohlen der Militärstiefel
abgetrennt.
Nachdem die Eingänge daraufhin verschlossen wurden, 1949 sich aber
ähnliche Vorgänge wiederholt hatten, entschlossen sich Magistrat
und Synodalverband, eine Umbettung der Toten vorzunehmen. 199 Särge
wurden zu diesem Zeitpunkt in der Kirche gezählt. Die Reste der Toten
wurden zum Stadtsynodal-Friedhof in Stahnsdorf überführt
und dort in würdiger Weise bestattet. Es schien schwer zu sein, für
das große und stark zerstörte Gebäude der Kirche in der
Nachkriegszeit einen Nutzer zu finden. Die zuständige Groß-Berliner
Grundstücksverwaltungs-AG, die im Auftrag der Deutschen Treuhandverwaltung
arbeitete, versuchte dies erfolglos. Schon 1949 wurde deshalb erwogen,
die Ruine zu sprengen - ohne daß diese Pläne ausgeführt
wurden.
Erst Ende 1960 kam ein Abriß wieder ins Gespräch. Pro
und Kontra standen sich gegenüber: Einerseits stellte die Ruine eine
Gefahrenquelle dar, und ein baldiger Aufbau war nicht in Sicht, andererseits
gebot der kulturgeschichtliche Wert der Kirche ihre Erhaltung. 1962 wurde
die Ruine abgetragen, ungeachtet des Denkmalcharakters der Kirche.
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