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DIE KIRCHE IM 20. JAHRHUNDERT
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Am Abend des 13. April 1908 gegen 8 Uhr bricht
Feuer in der Garnisonkirche aus. Der Brand war in der Nähe der Orgel
ausgebrochen und hatte das gesamte Kircheninnere oberhalb der Emporen
erfaßt. Die alte Kanzel, der Taufstein und einzelne Altargeräte
konnten den Flammen noch entrissen werden, ebenso das an Urkunden und
Akten reiche Archiv der Kirche. Dagegen konnten das große Altarbild,
die Bilder Rodes, die Fahnen und die Orgel nicht gerettet werden. Obwohl
1896 eine zweite evangelische Berliner Garnisonkirche am Südstern
gebaut worden war, ordnete Wilhelm II. den unverzüglichen und orginalgetreuen
Wiederaufbau der Alten Berliner Garnisonkirche an. Nur das Dach
hatte jetzt eine Mansardenform erhalten. Am 29. August 1909 wurde der
Neubau in Gegenwart des Kaisers feierlich eingeweiht. |
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Bis 1936 scheint sich eine Regelung der unklaren Rechtsverhältnisse hingezögert zu haben. Dann bemühte sich die Wehrmacht um das Patronat. Sie betrachtete sich als rechtmäßiger Nachfolger, da das Vermögen der einstigen königlichen Stiftung nicht nur aus Schenkungen Friedrich Wilhelms I., sondern auch aus Spenden von Heeresangehörigen erwachsen war. Trotz aller rechtlichen Unklarheiten erlebte das Gotteshaus weiterhin seinen kirchlichen Alltag. Bis in das Jahr 1943 geben die Kirchenbücher Auskunft. Am 21. November soll das Kirchengebäude seinen letzten Gottesdienst erlebt haben, bevor es am 23. November 1943 von einer Bombe getroffen zur Ruine ausbrannte. |
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| 18. Jh. |
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